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Gefäßneubildung bezeichnet das Wachstum neuer Blutgefäße im Körper. Dieser Prozess ist lebenswichtig, kann aber auch bei Krankheiten wie Krebs eine Rolle spielen.
Gefäßneubildung bezeichnet das Wachstum neuer Blutgefäße im Körper. Dieser Prozess ist lebenswichtig, kann aber auch bei Krankheiten wie Krebs eine Rolle spielen.
Gefäßneubildung ist der medizinische Begriff für die Entstehung neuer Blutgefäße aus bereits vorhandenen Gefäßen oder aus Vorläuferzellen. In der Fachsprache wird zwischen zwei Hauptformen unterschieden: der Angiogenese, bei der neue Gefäße aus bestehenden Kapillaren aussprossen, und der Vaskulogenese, bei der Blutgefäße erstmalig aus Vorläuferzellen (Angioblasten) gebildet werden. Beide Prozesse sind grundlegend für die menschliche Entwicklung, Wundheilung und viele Krankheitsprozesse.
Im gesunden Körper ist die Gefäßneubildung ein streng regulierter Vorgang. Sie spielt eine entscheidende Rolle in folgenden Situationen:
Die Gefäßneubildung wird durch ein komplexes Zusammenspiel von Wachstumsfaktoren und Signalmolekülen gesteuert. Zu den wichtigsten gehören:
Wenn die Regulation der Gefäßneubildung gestört ist, kann dieser Prozess zur Entstehung oder zum Fortschreiten von Krankheiten beitragen:
Krebsgeschwülste sind ab einer gewissen Größe auf eine eigene Blutversorgung angewiesen. Tumorzellen schütten große Mengen VEGF und andere Wachstumsfaktoren aus, um neue Gefäße in das Tumorgewebe einwachsen zu lassen. Diese Tumorangiogenese ermöglicht nicht nur das Wachstum des Primärtumors, sondern auch die Ausbreitung von Metastasen über den Blutweg.
Die Beurteilung der Gefäßneubildung erfolgt mit verschiedenen Methoden:
Je nach klinischem Kontext kann die Gefäßneubildung gezielt gefördert oder gehemmt werden:
In der Krebstherapie und bei Augenerkrankungen wird versucht, die krankhafte Gefäßneubildung zu unterbinden:
In der regenerativen Medizin und Kardiologie wird an Methoden geforscht, um gezielt neue Gefäße zu fördern, zum Beispiel nach einem Herzinfarkt oder bei peripherer arterieller Verschlusskrankheit (pAVK). Ansätze umfassen die Gabe von Wachstumsfaktoren oder den Einsatz von Stammzellen.
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