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Gefäßsteifigkeit bezeichnet den Verlust der elastischen Dehnbarkeit von Blutgefäßen, vor allem der Arterien. Sie gilt als wichtiger Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Gefäßsteifigkeit bezeichnet den Verlust der elastischen Dehnbarkeit von Blutgefäßen, vor allem der Arterien. Sie gilt als wichtiger Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Gefäßsteifigkeit (englisch: arterial stiffness) beschreibt die verminderte Elastizität und Dehnbarkeit der Blutgefäßwände, insbesondere der großen Arterien wie der Aorta. Gesunde Arterien können sich bei jedem Herzschlag ausdehnen und wieder zusammenziehen, um den Blutfluss gleichmäßig zu regulieren. Wenn die Gefäßwände versteifen, verlieren sie diese Pufferfunktion, was das Herz-Kreislauf-System erheblich belastet.
Gefäßsteifigkeit ist kein eigenständiges Krankheitsbild, sondern ein pathophysiologischer Zustand, der eng mit dem Alterungsprozess und verschiedenen kardiovaskulären Risikofaktoren zusammenhängt. Sie gilt heute als unabhängiger Prädiktor für Herzinfarkt, Schlaganfall und andere Herz-Kreislauf-Ereignisse.
Die Steifigkeit der Gefäße entsteht durch strukturelle Veränderungen in der Gefäßwand. Zu den häufigsten Ursachen und begünstigenden Faktoren zählen:
Gefäßsteifigkeit verursacht in frühen Stadien meist keine direkten Beschwerden und bleibt daher häufig lange unbemerkt. Die Folgen machen sich jedoch im Verlauf durch verschiedene Mechanismen bemerkbar:
Die Messung der Gefäßsteifigkeit erfolgt über verschiedene nicht-invasive Methoden:
Die Pulswellengeschwindigkeit gilt als Goldstandard zur Messung der arteriellen Steifigkeit. Dabei wird gemessen, wie schnell sich eine Druckwelle (ausgelöst durch den Herzschlag) entlang der Arterie ausbreitet. Je steifer das Gefäß, desto schneller die Wellenausbreitung. Eine aortale PWV über 10 m/s gilt bei Erwachsenen als erhöht.
Der Augmentationsindex ist ein weiterer Parameter, der aus der Pulswellenanalyse gewonnen wird. Er beschreibt den Anteil der reflektierten Druckwellen am systolischen Blutdruck und liefert Hinweise auf die Gefäßsteifigkeit und Gefäßfunktion.
Der Knöchel-Arm-Index vergleicht den Blutdruck am Knöchel mit dem am Arm und kann Hinweise auf eine periphere arterielle Verschlusskrankheit und veränderte Gefäßeigenschaften geben.
Ultraschall (Sonografie), CT und MRT können strukturelle Veränderungen der Gefäßwände sichtbar machen und ergänzende Informationen liefern.
Da Gefäßsteifigkeit multifaktoriell bedingt ist, umfasst die Behandlung sowohl lebensstilbezogene Maßnahmen als auch medikamentöse Therapien:
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