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Gelenkreiben bezeichnet ein hör- oder fühlbares Reib- oder Knirschgefühl in einem Gelenk. Es kann auf Knörpelschäden oder Gelenkverschleiß hinweisen.
Gelenkreiben bezeichnet ein hör- oder fühlbares Reib- oder Knirschgefühl in einem Gelenk. Es kann auf Knörpelschäden oder Gelenkverschleiß hinweisen.
Gelenkreiben beschreibt ein mechanisches Phänomen, bei dem beim Bewegen eines Gelenks ein Reiben, Knirschen oder Kratzen wahrgenommen wird. Dieses Gefühl kann sowohl spürbar als auch hörbar sein und wird in der medizinischen Fachsprache als Krepitation bezeichnet. Betroffen sein können nahezu alle Gelenke des Körpers, besonders häufig treten Beschwerden jedoch in Knie-, Hüft-, Schulter- und Fingergelenken auf.
Gelenkreiben kann verschiedene Ursachen haben, die von harmlosen bis hin zu behandlungsbedürftigen Zuständen reichen:
Arthrose (Osteoarthritis): Die häufigste Ursache. Beim Abbau des Gelenkknorpels reiben die Knochenoberflächen direkt aufeinander, was zu einem typischen Knirschen führt.
Rheuma (rheumatoide Arthritis): Eine Entzündung der Gelenkinnenhaut kann die Knorpelstruktur beschädigen und zu Reibegeräuschen führen.
Meniskusschäden: Beim Kniegelenk können gerissene oder verschlissene Menisken Reibegeräusche verursachen.
Sehnenscheidenentzündung oder Schleimbeutelentzündung: Entzündliche Veränderungen im Umfeld eines Gelenks können ebenfalls zu Reibegeräuschen beitragen.
Verletzungen und Narbengewebe: Nach Verletzungen kann sich Narbengewebe bilden, das beim Bewegen reibt.
Harmlose Gasbläschen: Das bekannte „Knacken“ der Fingergelenke entsteht durch das Platzen von Gasbläschen in der Gelenkflüssigkeit und ist in der Regel ungefährlich.
Gelenkreiben tritt häufig zusammen mit weiteren Beschwerden auf:
Hör- oder spürbares Knirschen, Reiben oder Knacken bei Bewegung
Schmerzen im betroffenen Gelenk, besonders bei Belastung
Steifheitsgefühl, insbesondere morgens oder nach längerem Sitzen
Schwellung oder Wärmegefühl im Gelenk
Eingeschränkte Beweglichkeit
Die Diagnose von Gelenkreiben erfolgt durch verschiedene Untersuchungsmethoden:
Körperliche Untersuchung: Der Arzt tastet und bewegt das Gelenk, um Reibegeräusche und Schmerzen zu beurteilen.
Röntgenaufnahme: Zeigt Veränderungen an Knochenstrukturen und Gelenkspaltverschmälerung bei Arthrose.
Magnetresonanztomographie (MRT): Ermöglicht eine detaillierte Darstellung von Knorpel, Sehnen und Weichteilgewebe.
Ultraschall: Eignet sich zur Beurteilung von Entzündungen, Flüssigkeitsansammlungen und Weichteilveränderungen.
Blutuntersuchungen: Können entzündliche oder rheumatische Ursachen aufdecken.
Die Behandlung richtet sich nach der zugrundeliegenden Ursache:
Physiotherapie: Gezieltes Üben stärkt die gelenkstabilisierenden Muskeln und verbessert die Beweglichkeit.
Schmerztherapie: Schmerzmittel wie Ibuprofen oder Paracetamol können vorrübergehend eingesetzt werden.
Wärme- oder Kältetherapie: Linderung von Schmerzen und Entzündungen.
Gelenkschutz: Angepasstes Schuhwerk, Bandagen oder Einlagen können das Gelenk entlasten.
Gewichtsreduktion: Bei Übergewicht kann eine Gewichtsabnahme die Gelenkbelastung deutlich verringern.
Gelenk Präparate mit Glucosamin, Chondroitin, MSM und Kollagen Typ 2
Kollagen Typ 2
Entzündungshemmende Medikamente (NSAR)
Kortikosteroid-Injektionen direkt ins Gelenk bei starken Entzündungen
Hyaluronsäure-Injektionen zur Verbesserung der Gelenkschmierung
Arthroskopie zur Untersuchung und Behandlung des Gelenks von innen
Gelenkersatz (Endoprothese) bei fortgeschrittenem Gelenkverschleiß
Gelenkreiben ohne weitere Beschwerden ist nicht immer behandlungsbedürftig. Ein Arztbesuch ist jedoch empfehlenswert, wenn:
das Reiben mit Schmerzen, Schwellung oder Wärmegefühl verbunden ist
die Beweglichkeit des Gelenks eingeschränkt ist
die Beschwerden plötzlich auftreten oder sich verschlechtern
ein Unfall oder eine Verletzung vorausgegangen ist
Robert Koch-Institut (RKI): Gesundheitsberichterstattung des Bundes – Arthrose. Berlin, 2023.
Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie (DGOU): S3-Leitlinie Gonarthrose, AWMF-Register Nr. 033-004, 2018.
Buckwalter JA, Saltzman C, Brown T: The Impact of Osteoarthritis. Clinical Orthopaedics and Related Research, 2004.
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