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Die geschätzte glomeruläre Filtrationsrate (eGFR) ist ein Laborwert, der die Nierenfunktion misst. Er gibt an, wie viel Blut die Nieren pro Minute filtern können.
Die geschätzte glomeruläre Filtrationsrate (eGFR) ist ein Laborwert, der die Nierenfunktion misst. Er gibt an, wie viel Blut die Nieren pro Minute filtern können.
Die geschätzte glomeruläre Filtrationsrate (kurz: eGFR, von englisch estimated Glomerular Filtration Rate) ist ein wichtiger Laborwert zur Beurteilung der Nierenfunktion. Sie gibt an, wie viel Milliliter Blut die Nieren pro Minute filtern können. Da eine direkte Messung der Filtrationsleistung aufwendig ist, wird die eGFR mithilfe von Blutmesswerten und bestimmten Formeln berechnet – daher der Begriff geschätzt.
Die eGFR ist ein zentraler Parameter in der Nephrologie (Nierenheilkunde) und wird zur Diagnose, Stadieneinteilung und Verlaufskontrolle von Nierenerkrankungen eingesetzt.
Die eGFR wird auf Basis des Serum-Kreatinin-Wertes sowie weiterer Faktoren wie Alter, Geschlecht und in manchen Formeln auch der Körpergröße oder ethnischer Zugehörigkeit berechnet. Folgende Formeln werden häufig verwendet:
Neuere Varianten der CKD-EPI-Formel (ab 2021) verzichten auf die Berücksichtigung der ethnischen Zugehörigkeit, um eine gerechtere Diagnostik zu gewährleisten.
Der eGFR-Wert wird in der Einheit ml/min/1,73 m² angegeben und bezieht sich auf eine standardisierte Körperoberfläche. Bei gesunden Erwachsenen liegt die eGFR in der Regel bei 90 ml/min/1,73 m² oder höher. Mit zunehmendem Alter nimmt die Nierenfunktion physiologisch ab.
Anhand der eGFR werden chronische Nierenerkrankungen in fünf Stadien eingeteilt:
Eine dauerhaft erniedrigte eGFR kann auf eine chronische Nierenerkrankung (CKD, Chronic Kidney Disease) hinweisen. Häufige Ursachen sind:
Eine verminderte eGFR verursacht oft lange keine Beschwerden. Erst bei stärker eingeschränkter Funktion können folgende Symptome auftreten:
Die eGFR wird im Rahmen einer Blutuntersuchung bestimmt. Dabei wird der Kreatinin-Wert im Blut gemessen und in die entsprechende Formel eingesetzt. Ergänzend werden häufig der Harnstoffwert, das Cystatin C sowie eine Urinuntersuchung auf Albumin (Eiweiß im Urin) durchgeführt.
Bei bekannter Nierenerkrankung wird die eGFR regelmäßig kontrolliert, um den Verlauf zu überwachen und die Therapie anzupassen.
Die Behandlung richtet sich nach der Ursache und dem Stadium der Nierenerkrankung. Allgemeine Maßnahmen umfassen:
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