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Der Gewebswachstumsfaktor ist ein körpereigenes Protein, das Zellwachstum, Zellteilung und Gewebereparatur steuert. Er spielt eine zentrale Rolle in der Wundheilung und Gewebeentwicklung.
Der Gewebswachstumsfaktor ist ein körpereigenes Protein, das Zellwachstum, Zellteilung und Gewebereparatur steuert. Er spielt eine zentrale Rolle in der Wundheilung und Gewebeentwicklung.
Der Gewebswachstumsfaktor (englisch: Tissue Growth Factor) ist ein Sammelbegriff für eine Gruppe von körpereigenen Signalproteinen, die das Wachstum, die Teilung, die Differenzierung und das Überleben von Zellen regulieren. Diese Proteine wirken als biologische Botenstoffe und kommunizieren zwischen Zellen, indem sie an spezifische Rezeptoren auf der Zelloberfläche binden und intrazelluläre Signalkaskaden auslösen.
Wachstumsfaktoren kommen in nahezu allen Geweben des menschlichen Körpers vor und sind unverzichtbar für die normale Entwicklung, die Gewebereparatur sowie die Aufrechterhaltung der Gewebehomöostase. Bekannte Vertreter sind unter anderem der Epidermale Wachstumsfaktor (EGF), der Transformierende Wachstumsfaktor (TGF), der Vaskuläre Endotheliale Wachstumsfaktor (VEGF) und der Fibroblasten-Wachstumsfaktor (FGF).
Gewebswachstumsfaktoren erfüllen im menschlichen Körper vielfältige Aufgaben:
Der Epidermale Wachstumsfaktor fördert die Proliferation von Haut-, Schleim- und Drüsenzellen. Er ist besonders wichtig für die Regeneration der Haut und der Schleimhäute sowie für die Wundheilung. EGF wird in der modernen Dermatologie und Kosmetik gezielt eingesetzt.
Der Transformierende Wachstumsfaktor existiert in zwei Hauptformen: TGF-alpha und TGF-beta. TGF-beta spielt eine besonders bedeutende Rolle bei der Regulation von Entzündungsprozessen, der Narbenbildung und der Immunsuppression. Eine Überaktivierung von TGF-beta ist mit Fibrose-Erkrankungen assoziiert.
Der Vaskuläre Endotheliale Wachstumsfaktor ist der wichtigste Regulator der Angiogenese. Er stimuliert das Wachstum neuer Blutgefäße, was sowohl bei der Wundheilung als auch bei der Tumorentstehung eine entscheidende Rolle spielt. Anti-VEGF-Therapien werden daher in der Onkologie und Augenheilkunde eingesetzt.
Der Fibroblasten-Wachstumsfaktor umfasst eine Familie von über 20 verwandten Proteinen. Sie steuern das Wachstum von Bindegewebszellen, fördern die Wundheilung und spielen eine wichtige Rolle bei der embryonalen Entwicklung sowie der Knochenregeneration.
Gewebswachstumsfaktoren sind nicht nur physiologisch bedeutsam, sondern auch klinisch hochrelevant. Störungen in ihrer Regulation können zu einer Reihe von Erkrankungen führen:
Das Wissen um Gewebswachstumsfaktoren hat zur Entwicklung innovativer Therapien geführt:
Gewebswachstumsfaktoren können im Blut, im Gewebe oder in Körperflüssigkeiten labordiagnostisch bestimmt werden. Erhöhte oder erniedrigte Spiegel können auf bestimmte Erkrankungen hinweisen. In der Tumordiagnostik dienen Wachstumsfaktor-Rezeptoren wie HER2 oder EGFR als wichtige Biomarker, die die Wahl der Therapie beeinflussen.
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