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Die glanduläre odontogene Zyste ist eine seltene, gutartige Kieferzyste zahnärztlichen Ursprungs mit drüsenähnlicher Auskleidung und erhöhtem Rückfallrisiko.
Die glanduläre odontogene Zyste ist eine seltene, gutartige Kieferzyste zahnärztlichen Ursprungs mit drüsenähnlicher Auskleidung und erhöhtem Rückfallrisiko.
Die glanduläre odontogene Zyste (GOZ) ist eine seltene, gutartige Zyste des Kieferknochens, die aus Resten des zahntragenden (odontogenen) Gewebes entsteht. Sie wurde erstmals 1988 von Gardner und Kollegen beschrieben und zeichnet sich durch eine charakteristische drüsenartige (glanduläre) Auskleidung ihres Hohlraums aus. Aufgrund ihres aggressiven lokalen Wachstums und einer vergleichsweise hohen Rezidivrate gilt sie als klinisch bedeutsam.
Die genaue Ursache der glandulären odontogenen Zyste ist noch nicht vollständig geklärt. Man geht davon aus, dass sie aus Resten des zahntragenden Epithels entsteht, die im Kieferknochen zurückgeblieben sind. Mögliche Ursprungsgewebe sind:
In seltenen Fällen wurde eine Assoziation mit dem Zentralen Mukoepidermoidkarzinom des Kiefers beschrieben, weshalb eine sorgfältige histologische Abklärung unerlässlich ist.
Viele Patienten bemerken die Zyste zunächst nicht, da sie oft über Jahre hinweg symptomlos wächst. Wenn Beschwerden auftreten, können diese folgende Zeichen umfassen:
Die glanduläre odontogene Zyste tritt bevorzugt im anterioren Bereich des Unterkiefers auf, kann jedoch auch im Oberkiefer vorkommen. Sie überquert häufig die Mittellinie des Kiefers, was ein wichtiges diagnostisches Merkmal darstellt. Das mittlere Erkrankungsalter liegt zwischen dem 40. und 60. Lebensjahr, Männer und Frauen sind etwa gleich häufig betroffen.
Im Röntgenbild (Panoramaaufnahme) oder in der Computertomographie (CT) zeigt sich typischerweise eine ein- oder mehrkammerige, gut begrenzte Aufhellung im Kieferknochen. Wichtige radiologische Merkmale sind:
Die definitive Diagnose wird stets durch eine histopathologische Untersuchung des entnommenen Gewebes gestellt. Typische mikroskopische Merkmale sind:
Aufgrund des aggressiven lokalen Wachstums und der hohen Rezidivrate wird eine chirurgische Entfernung empfohlen. Die Behandlung richtet sich nach der Größe und Ausdehnung der Zyste:
Nach der Behandlung sind regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen (klinisch und radiologisch) über mehrere Jahre hinweg unbedingt erforderlich, da die Rezidivrate mit bis zu 30 % angegeben wird.
Die glanduläre odontogene Zyste muss sorgfältig von anderen Kieferläsionen abgegrenzt werden, insbesondere von:
Die Differenzierung ist ausschließlich durch eine fachkundige histopathologische Untersuchung möglich.
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