-
DE
Die Glucose-6-phosphat-Dehydrogenase (G6PD) ist ein lebenswichtiges Enzym in den roten Blutkörperchen, das diese vor oxidativem Stress schützt. Ein G6PD-Mangel kann zu Hämolyse führen.
Die Glucose-6-phosphat-Dehydrogenase (G6PD) ist ein lebenswichtiges Enzym in den roten Blutkörperchen, das diese vor oxidativem Stress schützt. Ein G6PD-Mangel kann zu Hämolyse führen.
Die Glucose-6-phosphat-Dehydrogenase (kurz: G6PD) ist ein Enzym, das in nahezu allen Körperzellen vorkommt und eine zentrale Rolle im Stoffwechsel spielt. Besonders wichtig ist es in den roten Blutkörperchen (Erythrozyten), da diese keine Zellkerne und Mitochondrien besitzen und daher vollständig auf den G6PD-abhängigen Stoffwechselweg angewiesen sind, um sich vor schädlichen Substanzen zu schützen.
Das Enzym katalysiert den ersten und geschwindigkeitsbestimmenden Schritt des sogenannten Pentosephosphatwegs (auch Hexosemonophosphatweg genannt). Dabei wird Glucose-6-phosphat zu 6-Phosphogluconolacton umgewandelt, wobei gleichzeitig NADPH (Nicotinamidadenindinukleotidphosphat) gebildet wird. NADPH ist entscheidend für die Regeneration von Glutathion, einem wichtigen Antioxidans, das die roten Blutkörperchen vor oxidativem Schaden schützt.
Die Hauptaufgabe der G6PD besteht in der Produktion von NADPH. Dieses Molekül ist für folgende Funktionen unerlässlich:
Da rote Blutkörperchen keinen alternativen Weg zur NADPH-Produktion besitzen, sind sie bei einem G6PD-Mangel besonders anfällig für oxidativen Stress.
Der G6PD-Mangel ist der weltweit häufigste enzymbedingte Defekt der roten Blutkörperchen und betrifft schätzungsweise 400 bis 500 Millionen Menschen weltweit. Er wird X-chromosomal rezessiv vererbt, das heißt, das verantwortliche Gen liegt auf dem X-Chromosom. Männer (XY) sind häufiger und schwerer betroffen, da sie nur ein X-Chromosom tragen. Frauen (XX) sind oft Trägerinnen und können mildere Symptome aufweisen.
Besonders verbreitet ist der Mangel in Regionen mit historisch hoher Malaria-Belastung, etwa in Subsahara-Afrika, dem Mittelmeerraum, dem Nahen Osten und Südostasien. Dies liegt daran, dass G6PD-Mangel einen gewissen Schutz vor schwerem Malaria-Verlauf bietet (sogenannte positive Selektion).
Viele Menschen mit G6PD-Mangel sind symptomfrei, solange sie keine auslösenden Faktoren ausgesetzt sind. Beschwerden treten typischerweise in Form einer hämolytischen Anämie auf, also dem vorzeitigen Abbau roter Blutkörperchen. Auslöser können sein:
Typische Symptome einer akuten hämolytischen Episode sind:
Bei Neugeborenen mit G6PD-Mangel kann ein verlängerter Neugeborenenikterus (Gelbsucht) auftreten, der eine engmaschige Überwachung erfordert.
Die Diagnose eines G6PD-Mangels erfolgt durch verschiedene Laboruntersuchungen:
Wichtig: Bei einer akuten Hämolyseepisode kann die G6PD-Aktivität vorübergehend normal erscheinen, da ältere, stärker betroffene Erythrozyten bereits abgebaut wurden. Der Test sollte daher frühestens 3 Monate nach einer akuten Episode durchgeführt werden.
Eine spezifische Therapie zur Korrektur des Enzymmangels existiert derzeit nicht. Das Management konzentriert sich auf die Vermeidung auslösender Faktoren sowie die Behandlung akuter Episoden:
Die Prognose ist bei konsequenter Vermeidung der Auslöser in der Regel gut. Schwere chronische hämolytische Anämien sind selten und treten nur bei bestimmten seltenen G6PD-Varianten auf.
Für eine gesunde Mundflora & Zahnpflege
Formulierte Lutschtabletten mit AB-Dentalac, Milchsäurebakterien und Lactoferrin CLN®
Für eine gesunde Mundflora & Zahnpflege
Formulierte Lutschtabletten mit AB-Dentalac, Milchsäurebakterien und Lactoferrin CLN®
Für Deinen universellen Schutz
Als eines der wertvollsten körpereigenen Proteine ist Lactoferrin ein natürlicher Bestandteil des Immunsystems
MAGENSCHONEND & GUT VERTRÄGLICH
Speziell formuliert für Deinen Eisenhaushalt mit pflanzlichem Curryblatt-Eisen, Lactoferrin CLN® und natürlichem Vitamin C