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Glucosetoleranzmarker sind Messwerte, die zeigen, wie gut der Körper Zucker verarbeitet. Sie helfen dabei, Diabetes und Vorstufen frühzeitig zu erkennen.
Glucosetoleranzmarker sind Messwerte, die zeigen, wie gut der Körper Zucker verarbeitet. Sie helfen dabei, Diabetes und Vorstufen frühzeitig zu erkennen.
Glucosetoleranzmarker sind labormedizinische Kennwerte, die Auskunft darüber geben, wie effizient der menschliche Körper Glukose (Zucker) aufnimmt, verwertet und reguliert. Sie spiegeln die Fähigkeit des Stoffwechsels wider, den Blutzuckerspiegel nach einer Mahlzeit oder einer gezielten Zuckerzufuhr wieder in den Normalbereich zu bringen. Eine eingeschränkte Glucosetoleranz kann ein frühes Zeichen für Typ-2-Diabetes, Prädiabetes oder das metabolische Syndrom sein.
Der Nüchternblutzucker wird nach einer Fastenzeit von mindestens 8 Stunden gemessen. Ein Wert unter 100 mg/dl (5,6 mmol/l) gilt als normal. Werte zwischen 100 und 125 mg/dl deuten auf eine gestörte Nüchternglukose (Impaired Fasting Glucose, IFG) hin, Werte ab 126 mg/dl an zwei verschiedenen Messtagen sind diagnostisch für Diabetes.
Beim oralen Glucosetoleranztest trinkt die Testperson eine standardisierte Zuckerlösung (meist 75 g Glukose). Der Blutzucker wird nüchtern sowie 1 und 2 Stunden nach der Zufuhr gemessen. Ein 2-Stunden-Wert zwischen 140 und 199 mg/dl zeigt eine gestörte Glucosetoleranz (Impaired Glucose Tolerance, IGT) an; ab 200 mg/dl liegt ein manifester Diabetes vor.
Der HbA1c-Wert gibt den durchschnittlichen Blutzucker der letzten 2 bis 3 Monate an. Er entsteht durch die chemische Bindung von Glukose an den roten Blutfarbstoff Hämoglobin. Ein HbA1c unter 5,7 % gilt als normal, Werte zwischen 5,7 % und 6,4 % weisen auf Prädiabetes hin, ab 6,5 % wird Diabetes diagnostiziert.
Insulin und C-Peptid sind Marker der Insulinsekretion der Bauchspeicheldrüse. Erhöhte Nüchterninsulinwerte können auf eine Insulinresistenz hinweisen, bei der der Körper mehr Insulin produzieren muss, um den Blutzucker zu regulieren. Das C-Peptid wird gemeinsam mit Insulin gebildet und gibt Aufschluss über die körpereigene Insulinproduktion.
Der HOMA-IR-Index wird aus dem Nüchterninsulin und dem Nüchternblutzucker berechnet und ist ein etabliertes Maß für die Insulinresistenz. Ein erhöhter HOMA-IR-Wert (über 2,0 bis 2,5, je nach Labor) deutet auf eine verminderte Insulinsensitivität hin.
Glucosetoleranzmarker werden im Rahmen von Vorsorgeuntersuchungen, bei Risikopatienten oder zur Abklärung von Beschwerden eingesetzt. Die Kombination mehrerer Marker ermöglicht eine differenzierte Einschätzung des Diabetesrisikos. Besonders wichtig ist die frühzeitige Erkennung einer gestörten Glucosetoleranz, da in diesem Stadium durch gezielte Lebensstiländerungen eine Progression zum manifesten Diabetes häufig verhindert werden kann.
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