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Die Glukokortikoid-induzierte Osteoporose ist ein Knochenschwund, der durch die langfristige Einnahme von Glukokortikoiden entsteht. Sie erhöht das Risiko für Knochenbrüche erheblich.
Die Glukokortikoid-induzierte Osteoporose ist ein Knochenschwund, der durch die langfristige Einnahme von Glukokortikoiden entsteht. Sie erhöht das Risiko für Knochenbrüche erheblich.
Die Glukokortikoid-induzierte Osteoporose (kurz: GIOP) ist eine Form des Knochenschwunds, die durch die langfristige oder hochdosierte Einnahme von Glukokortikoiden (auch Kortikosteroide oder Steroide genannt) verursacht wird. Glukokortikoide sind Medikamente, die häufig bei entzündlichen Erkrankungen wie Rheuma, Asthma, Morbus Crohn oder Lupus eingesetzt werden. Obwohl sie therapeutisch sehr wirksam sind, greifen sie bei längerer Anwendung erheblich in den Knochenstoffwechsel ein und führen zur Abnahme der Knochendichte.
Die GIOP ist die häufigste medikamentös bedingte Osteoporose und stellt ein ernstes medizinisches Problem dar, da sie das Risiko für Knochenbrüche – insbesondere der Wirbelkörper und der Hüfte – deutlich erhöht.
Glukokortikoide beeinflussen den Knochenstoffwechsel auf mehreren Wegen:
Das Ausmaß des Knochenschwunds hängt von der Dosis, der Behandlungsdauer und der Darreichungsform der Glukokortikoide ab. Selbst niedrige Dosen können bei langfristiger Einnahme den Knochen schädigen.
Bestimmte Faktoren erhöhen das Risiko, eine GIOP zu entwickeln:
Die Glukokortikoid-induzierte Osteoporose verläuft in frühen Stadien oft ohne Beschwerden. Erst wenn die Knochendichte stark abgenommen hat oder ein Bruch aufgetreten ist, werden Symptome spürbar:
Die Diagnose der GIOP umfasst verschiedene Untersuchungen:
Sobald eine Langzeittherapie mit Glukokortikoiden begonnen wird, sollten präventive Maßnahmen eingeleitet werden:
Bei erhöhtem Frakturrisiko oder bereits bestehender Osteoporose werden spezifische Medikamente eingesetzt:
Falls möglich, sollte die Glukokortikoid-Dosis auf das niedrigstmögliche Maß reduziert oder auf alternating dosing (jeden zweiten Tag) umgestellt werden. Alternativ können steroid-sparende Medikamente (sogenannte Steroidsparende Substanzen) eingesetzt werden, um den Glukokortikoidbedarf zu senken.
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