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Die Glutathionperoxidaseanalyse misst die Aktivität des antioxidativen Enzyms Glutathionperoxidase im Blut. Sie dient der Beurteilung des oxidativen Stresses und des Selenstatus.
Die Glutathionperoxidaseanalyse misst die Aktivität des antioxidativen Enzyms Glutathionperoxidase im Blut. Sie dient der Beurteilung des oxidativen Stresses und des Selenstatus.
Die Glutathionperoxidaseanalyse ist ein diagnostisches Verfahren, das die Aktivität des Enzyms Glutathionperoxidase (GPx) im Blut oder in anderen Körperflüssigkeiten bestimmt. Glutathionperoxidasen sind eine Familie von Enzymen, die eine zentrale Rolle im antioxidativen Schutzsystem des menschlichen Körpers spielen. Sie schützen Zellen vor oxidativem Schaden, indem sie reaktive Sauerstoffverbindungen – sogenannte freie Radikale – neutralisieren.
Da die meisten Glutathionperoxidase-Enzyme das Spurenelement Selen als essenziellen Bestandteil enthalten, gilt die Messung der GPx-Aktivität auch als indirekter Marker für den Selenstatus des Körpers. Die Analyse wird vor allem in der Labordiagnostik zur Beurteilung von oxidativem Stress, Nährstoffmängeln und verschiedenen chronischen Erkrankungen eingesetzt.
Glutathionperoxidasen (GPx1 bis GPx8) kommen in verschiedenen Geweben des Körpers vor, darunter in roten Blutkörperchen (Erythrozyten), der Leber, den Nieren und dem Plasma. Ihre Hauptaufgabe besteht darin, Wasserstoffperoxid und Lipidhydroperoxide in ungefährliche Verbindungen umzuwandeln, wodurch Zellschäden verhindert werden. Für ihre katalytische Aktivität benötigen die meisten GPx-Enzyme das selenhaltige Selenocystein in ihrem aktiven Zentrum.
Die Analyse wird in verschiedenen klinischen und wissenschaftlichen Kontexten angewendet. Typische Indikationen sind:
Für die Glutathionperoxidaseanalyse wird in der Regel eine venöse Blutprobe entnommen. Die Aktivität des Enzyms kann im Vollblut, in den Erythrozyten oder im Blutplasma gemessen werden, wobei die Erythrozyten-GPx-Aktivität als besonders aussagekräftig gilt, da sie den langfristigen Selenstatus widerspiegelt.
Im Labor wird die GPx-Aktivität meist mit einem spektrophotometrischen Verfahren bestimmt: Die Enzymaktivität wird anhand der Oxidation von reduziertem Glutathion (GSH) zu oxidiertem Glutathion (GSSG) in Anwesenheit eines Substrats gemessen. Die Aktivität wird üblicherweise in Units pro Gramm Hämoglobin (U/g Hb) oder Units pro Liter (U/l) angegeben.
Referenzwerte können je nach Labor, Messmethode und untersuchter Probe variieren. Allgemein gilt:
Die Ergebnisse sollten stets im Kontext anderer Laborwerte – insbesondere des Selenspiegels im Blut, des Entzündungsstatus (CRP) und weiterer antioxidativer Marker – interpretiert werden.
Ein gut funktionierendes antioxidatives System ist essenziell für die Gesundheit. Eine verminderte GPx-Aktivität wird mit einer Vielzahl von Erkrankungen in Verbindung gebracht, darunter:
Die Analyse ist damit ein wertvolles Werkzeug in der präventiven und funktionellen Medizin, um frühzeitig Risiken zu erkennen und gezielte therapeutische Maßnahmen einzuleiten, etwa durch Selensubstitution oder antioxidativ wirksame Ernährungsanpassungen.
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