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Glutenunverträglichkeit bezeichnet eine Überempfindlichkeit gegenüber dem Klebereiweiß Gluten, das in Weizen, Gerste und Roggen vorkommt. Sie kann als Zöliakie, Weizenallergie oder nicht-zöliakische Glutensensitivität auftreten.
Glutenunverträglichkeit bezeichnet eine Überempfindlichkeit gegenüber dem Klebereiweiß Gluten, das in Weizen, Gerste und Roggen vorkommt. Sie kann als Zöliakie, Weizenallergie oder nicht-zöliakische Glutensensitivität auftreten.
Glutenunverträglichkeit ist ein Oberbegriff für verschiedene Erkrankungen, bei denen der Körper auf Gluten – ein in Weizen, Gerste, Roggen und Dinkel enthaltenes Klebereiweiß – mit Beschwerden reagiert. Die drei häufigsten Formen sind die Zöliakie (eine Autoimmunerkrankung), die Weizenallergie und die nicht-zöliakische Glutensensitivität (NCGS). Jede dieser Formen hat unterschiedliche Ursachen, Mechanismen und Behandlungsansätze.
Die Zöliakie ist eine chronische Autoimmunerkrankung. Wenn Betroffene Gluten aufnehmen, greift das Immunsystem die Schleimhaut des Dünndarms an und schädigt die sogenannten Darmzotten – kleine fingerartige Ausstülpungen, die für die Nährstoffaufnahme zuständig sind. Diese Schädigung kann zu einer ernsthaften Malabsorption (verminderten Aufnahme von Nährstoffen) führen. Eine genetische Veranlagung, insbesondere das Vorhandensein der Gene HLA-DQ2 und HLA-DQ8, spielt eine entscheidende Rolle.
Bei der Weizenallergie handelt es sich um eine klassische IgE-vermittelte allergische Reaktion auf Proteine im Weizen, nicht ausschließlich auf Gluten. Das Immunsystem stuft diese Proteine fälschlicherweise als gefährlich ein und reagiert mit einer Ausschüttung von Histamin und anderen Botenstoffen.
Die NCGS ist weniger gut verstanden. Betroffene haben weder eine Zöliakie noch eine Weizenallergie, reagieren aber dennoch mit Beschwerden auf glutenhaltige Lebensmittel. Der genaue Mechanismus ist noch Gegenstand der Forschung. Es wird vermutet, dass neben Gluten auch andere Weizenbestandteile, wie FODMAPs (fermentierbare Kohlenhydrate), eine Rolle spielen könnten.
Die Beschwerden können je nach Form der Unverträglichkeit variieren und betreffen häufig den Magen-Darm-Trakt, können aber auch andere Körpersysteme beeinflussen:
Die Diagnose einer Glutenunverträglichkeit erfordert eine sorgfältige ärztliche Untersuchung, da sich die verschiedenen Formen unterschiedlich manifestieren:
Wichtig: Glutenhaltige Kost sollte vor der Diagnostik nicht eigenständig abgesetzt werden, da dies die Testergebnisse verfälschen kann.
Die einzige wirksame Behandlung aller Formen der Glutenunverträglichkeit ist derzeit die konsequente glutenfreie Ernährung. Das bedeutet den vollständigen Verzicht auf Lebensmittel, die Weizen, Gerste, Roggen, Dinkel und verwandte Getreidesorten enthalten.
Bei bestehenden Mangelerscheinungen kann eine gezielte Supplementierung mit Vitaminen und Mineralstoffen (z. B. Eisen, Vitamin D, Folsäure, Calcium) notwendig sein, bis sich die Darmschleimhaut erholt hat. Regelmäßige Verlaufskontrollen beim Arzt sind empfohlen.
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