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Glykogenspeicher sind die körpereigenen Reserven des Energielieferanten Glykogen, gespeichert vor allem in Leber und Muskulatur. Sie sichern die Energieversorgung bei körperlicher Belastung und Nüchternphasen.
Glykogenspeicher sind die körpereigenen Reserven des Energielieferanten Glykogen, gespeichert vor allem in Leber und Muskulatur. Sie sichern die Energieversorgung bei körperlicher Belastung und Nüchternphasen.
Glykogenspeicher bezeichnen die körpereigenen Vorräte an Glykogen, einer verzweigtkettigen Speicherform der Glucose (Traubenzucker). Der menschliche Körper legt Glykogen hauptsächlich in zwei Organen ab: in der Leber und in der Skelettmuskulatur. Diese Speicher dienen als schnell verfügbare Energiereserve, die bei Bedarf – etwa während körperlicher Aktivität oder in Phasen ohne Nahrungsaufnahme – rasch mobilisiert werden kann.
Die Kapazität der Glykogenspeicher ist begrenzt und variiert je nach Trainingszustand, Ernährung und individuellen Faktoren:
Nach einer kohlenhydratreichen Mahlzeit steigt der Blutzuckerspiegel an. Das Hormon Insulin stimuliert daraufhin die Glykogensynthase, ein Enzym, das Glucosemoleküle zu langen, verzweigten Ketten verknüpft und so Glykogen aufbaut. Dieser Prozess wird als Glykogenese bezeichnet.
Bei körperlicher Belastung oder sinkendem Blutzucker wird Glykogen wieder in Glucose zerlegt. Dieser Prozess heißt Glykogenolyse und wird durch die Hormone Glucagon (in der Leber) und Adrenalin (in Leber und Muskel) aktiviert. Das Enzym Glykogen-Phosphorylase spaltet dabei Glucoseeinheiten vom Glykogenmolekül ab.
Gefüllte Glykogenspeicher sind besonders für Ausdauer- und Kraftsportler von großer Bedeutung. Leere Speicher führen zu einem raschen Leistungsabfall, dem sogenannten Hungerast (englisch: bonking). Für den Alltag ist die Funktion des Leberglykogens entscheidend, um den Blutzucker stabil zu halten – insbesondere über Nacht oder bei längeren Mahlzeitenpausen.
Die Füllung der Glykogenspeicher hängt direkt von der Kohlenhydratzufuhr ab:
Es gibt eine Gruppe seltener angeborener Stoffwechselerkrankungen, die sogenannten Glykogenspeicherkrankheiten (Glykogenosen). Bei diesen Erkrankungen ist der Auf- oder Abbau von Glykogen durch einen Enzymdefekt gestört. Bekannte Beispiele sind die Pompe-Krankheit (Typ II) und die McArdle-Krankheit (Typ V). Betroffene leiden je nach Typ unter Muskelschwäche, Unterzuckerung oder vergrößerten Organen.
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