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Das Guillain-Barré-Syndrom ist eine seltene neurologische Erkrankung, bei der das Immunsystem die peripheren Nerven angreift und zu Lähmungen führen kann.
Das Guillain-Barré-Syndrom ist eine seltene neurologische Erkrankung, bei der das Immunsystem die peripheren Nerven angreift und zu Lähmungen führen kann.
Das Guillain-Barré-Syndrom (GBS) ist eine seltene, aber schwerwiegende Erkrankung des peripheren Nervensystems. Dabei richtet das körpereigene Immunsystem sich irrtümlicherweise gegen die eigenen Nerven, was zu Entzündungen und Schädigungen der Nervenhüllen (Myelin) oder der Nervenfasern selbst führt. Dies kann Muskelschwäche, Taubheitsgefühle und im schlimmsten Fall vollständige Lähmungen verursachen. Das Syndrom wurde nach den französischen Neurologen Georges Guillain und Jean Alexandre Barré benannt, die es 1916 erstmals beschrieben.
Das Guillain-Barré-Syndrom ist eine Autoimmunerkrankung. In den meisten Fällen tritt es einige Tage bis Wochen nach einer Infektion auf. Das Immunsystem bildet Antikörper gegen den Erreger, die irrtümlich auch körpereigene Nervenstrukturen angreifen – ein Vorgang, der als molekulare Mimikry bezeichnet wird.
Die Symptome des GBS entwickeln sich typischerweise innerhalb von Tagen bis wenigen Wochen und beginnen meist in den Beinen, bevor sie sich nach oben ausbreiten.
Die Diagnose des Guillain-Barré-Syndroms stützt sich auf die klinische Untersuchung sowie auf spezifische diagnostische Tests.
Es gibt verschiedene Unterformen des GBS, die sich in ihrer Ausprägung und dem betroffenen Nerventyp unterscheiden:
Das Guillain-Barré-Syndrom ist ein medizinischer Notfall, der eine stationäre Überwachung erfordert, da die Symptome sich rasch verschlechtern können. Es gibt keine ursächliche Heilung, aber spezifische Therapien können den Verlauf deutlich verkürzen und abschwächen.
Die meisten Betroffenen erholen sich vollständig oder nahezu vollständig, jedoch kann der Prozess Monate bis Jahre dauern. Etwa 80 % der Patienten können nach sechs Monaten wieder selbstständig gehen. Bei einem kleinen Anteil der Patienten bleiben dauerhafte neurologische Einschränkungen zurück. Die Sterblichkeitsrate liegt in spezialisierten Zentren bei etwa 3–5 %, häufig bedingt durch Komplikationen wie Atemversagen oder Infektionen.
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