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Die Hämodialyse ist ein medizinisches Nierenersatzverfahren, das bei schwerem Nierenversagen das Blut außerhalb des Körpers reinigt und lebensnotwendige Aufgaben der Niere übernimmt.
Die Hämodialyse ist ein medizinisches Nierenersatzverfahren, das bei schwerem Nierenversagen das Blut außerhalb des Körpers reinigt und lebensnotwendige Aufgaben der Niere übernimmt.
Die Hämodialyse ist ein medizinisches Verfahren zur Blutreinigung, das bei schwerwiegendem Nierenversagen eingesetzt wird. Die Nieren sind normalerweise dafür zuständig, Abfallstoffe, überschüssige Flüssigkeit und Giftstoffe aus dem Blut zu filtern. Wenn die Nieren diese Funktion nicht mehr ausreichend erfüllen können – sei es durch eine chronische Nierenerkrankung oder ein akutes Nierenversagen – übernimmt die Hämodialyse diese lebenswichtigen Aufgaben mithilfe einer künstlichen Niere (Dialysator).
Weltweit sind Millionen von Menschen auf regelmäßige Dialysebehandlungen angewiesen. Die Hämodialyse ist dabei das am häufigsten eingesetzte Nierenersatzverfahren.
Bei der Hämodialyse wird das Blut des Patienten durch einen Dialysator geleitet, der aus einer Vielzahl feiner Hohlfasermembranen besteht. Durch diese halbdurchlässigen Membranen werden Schadstoffe, Harnstoff, Kreatinin und überschüssige Elektrolyte aus dem Blut in eine spezielle Spüllösung, die sogenannte Dialysierflüssigkeit, gefiltert. Gleichzeitig können lebenswichtige Substanzen wie Pufferlösungen wieder in das Blut zurückgeführt werden.
Der gesamte Prozess basiert auf zwei physikalischen Prinzipien:
Die Hämodialyse wird eingesetzt, wenn die Nieren ihre Funktion zu einem großen Teil verloren haben. Hauptindikationen sind:
Für die Durchführung der Hämodialyse ist ein dauerhafter Gefäßzugang erforderlich. Die häufigste Form ist die arteriovenöse Fistel (AV-Fistel), bei der eine Arterie und eine Vene operativ miteinander verbunden werden, um einen ausreichend starken Blutfluss zu gewährleisten. Alternativ können ein Shunt (Kunststoffprothese) oder ein temporärer Dialysekatheter verwendet werden.
Eine typische Hämodialysesitzung dauert zwischen 3 und 5 Stunden und wird in der Regel 3-mal pro Woche durchgeführt – entweder in einem Dialysezentrum oder, bei der Heimdialyse, zu Hause. Während der Sitzung wird das Blut des Patienten kontinuierlich durch das Dialysegerät gepumpt, gereinigt und dann wieder in den Körper zurückgeführt.
Die Hämodialyse ist ein wirksames Verfahren, kann jedoch mit verschiedenen Nebenwirkungen und Komplikationen verbunden sein:
Neben der Hämodialyse gibt es weitere Nierenersatzverfahren:
Welches Verfahren am besten geeignet ist, hängt von der Grunderkrankung, dem Allgemeinzustand, der Lebensweise und den persönlichen Präferenzen des Patienten ab.
Für Patienten, die regelmäßig zur Hämodialyse müssen, bedeutet dies eine erhebliche Einschränkung des Alltags. Ernährung und Flüssigkeitszufuhr müssen streng kontrolliert werden. Empfohlen werden in der Regel:
Mit der richtigen medizinischen Betreuung, einer angepassten Lebensweise und psychosozialer Unterstützung können viele Dialysepatienten ein aktives und erfülltes Leben führen.
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