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HAP (Hydroxylapatit) ist ein natürlich vorkommendes Kalziumphosphat-Mineral, das den Hauptbestandteil von Knochen und Zahnhartsubstanz bildet und in Medizin und Zahnmedizin vielseitig eingesetzt wird.
HAP (Hydroxylapatit) ist ein natürlich vorkommendes Kalziumphosphat-Mineral, das den Hauptbestandteil von Knochen und Zahnhartsubstanz bildet und in Medizin und Zahnmedizin vielseitig eingesetzt wird.
HAP steht für Hydroxylapatit (auch: Hydroxyapatit), ein natürlich vorkommendes Kalziumphosphat-Mineral mit der chemischen Formel Ca₁₀(PO₄)₆(OH)₂. Es ist der wichtigste anorganische Bestandteil von menschlichen Knochen und Zähnen und macht etwa 70 % der Knochenmatrix sowie bis zu 97 % des Zahnschmelzes aus. Aufgrund seiner hervorragenden Biokompatibilität und Bioaktivität wird synthetisch hergestelltes Hydroxylapatit in der modernen Medizin, Zahnmedizin und Nahrungsergänzungsmittelindustrie breit eingesetzt.
Hydroxylapatit erfüllt im menschlichen Körper mehrere essentielle Aufgaben:
Synthetisches Hydroxylapatit wird als Knochenersatzmaterial in der Orthopädie, Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie sowie in der Implantologie verwendet. Es fördert das Einwachsen von natürlichem Knochen (Osseointegration) und kann als Beschichtung für Metallimplantate eingesetzt werden, um die Haftung im Knochen zu verbessern.
Nano-Hydroxylapatit wird in modernen Zahnpasten als Alternative zu Fluorid eingesetzt. Es kann Mikrorisse im Zahnschmelz füllen, die Oberfläche remineralisieren und die Empfindlichkeit der Zähne reduzieren. Studien zeigen, dass nano-HAP ähnlich wirksam wie Fluorid bei der Kariesprophylaxe sein kann.
HAP wird als Kalziumquelle in Nahrungsergänzungsmitteln zur Unterstützung der Knochen- und Zahngesundheit vermarktet. Es liefert gleichzeitig Kalzium und Phosphat in einem physiologisch relevanten Verhältnis.
In der Pharmakologie wird Hydroxylapatit als Trägermaterial für die kontrollierte Freisetzung von Wirkstoffen (Drug Delivery) erforscht, da es bioabbaubar und gut verträglich ist.
Es gibt keine einheitliche offizielle Dosierungsempfehlung speziell für Hydroxylapatit als Nahrungsergänzungsmittel. Die Kalziumaufnahme wird von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) für Erwachsene mit 1000 mg pro Tag angegeben. Bei der Verwendung von HAP-haltigen Präparaten sollte die Gesamtkalziumzufuhr aus allen Quellen berücksichtigt werden. Für Zahnpasten mit Nano-HAP sind Konzentrationen zwischen 5 % und 20 % üblich und als sicher eingestuft.
Hydroxylapatit gilt allgemein als sehr gut verträglich und biokompatibel. Unerwünschte Wirkungen bei oraler Einnahme sind selten, können jedoch bei übermäßiger Kalziumzufuhr auftreten (z. B. Nierensteine, Hyperkaliämie). Nano-Hydroxylapatit in Zahnpasten wird von der EU-Kommission als sicher eingestuft, sofern es nicht eingeatmet wird. Personen mit Nierenproblemen oder Kalziumstoffwechselstörungen sollten vor der Einnahme einen Arzt konsultieren.
Kalzium aus HAP-Präparaten kann die Resorption bestimmter Medikamente beeinflussen, darunter:
Es wird empfohlen, HAP-Präparate zeitlich versetzt zu diesen Medikamenten einzunehmen.
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