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Harnleitersklerose bezeichnet eine krankhafte Verhärtung und Vernarbung der Harnleiterwand, die den Urinabfluss behindern kann. Sie zählt zu den seltenen urologischen Erkrankungen.
Harnleitersklerose bezeichnet eine krankhafte Verhärtung und Vernarbung der Harnleiterwand, die den Urinabfluss behindern kann. Sie zählt zu den seltenen urologischen Erkrankungen.
Die Harnleitersklerose ist eine krankhafte Veränderung des Harnleiters (lateinisch: Ureter), bei der es zu einer fortschreitenden Verhärtung, Verdickung und Vernarbung der Harnleiterwand kommt. Der Harnleiter ist ein paariger Muskelschlauch, der den Urin von den Nieren zur Harnblase transportiert. Durch die sklerotischen Veränderungen kann der Harnleiter seine normale Funktion nicht mehr vollständig erfüllen, was zu einer Behinderung oder Unterbrechung des Urinabflusses führt.
Bleibt die Erkrankung unbehandelt, kann der Rückstau von Urin zu einer Schädigung der Nieren führen, bekannt als Hydronephrose (Aufweitung des Nierenbeckens) oder im Verlauf als Niereninsuffizienz.
Die Harnleitersklerose kann durch verschiedene Faktoren ausgelöst werden:
Die Beschwerden bei Harnleitersklerose hängen vom Ausmaß und der Lokalisation der Verengung ab. Häufige Symptome sind:
In frühen Stadien kann die Erkrankung symptomlos verlaufen und wird häufig zufällig bei Bildgebungsuntersuchungen entdeckt.
Zur Diagnose der Harnleitersklerose stehen verschiedene Untersuchungsmethoden zur Verfügung:
Die Therapie der Harnleitersklerose richtet sich nach der Ursache, der Lage und dem Schweregrad der Verengung sowie nach dem Allgemeinzustand des Patienten.
Bei leichten Verengungen oder als Überbrückungsmaßnahme kann ein Ureterstent (ein dünner Kunststoffschlauch) eingelegt werden, um den Urinabfluss sicherzustellen. Dieses Stent wird regelmäßig gewechselt.
Liegt eine retroperitoneale Fibrose oder eine Autoimmunerkrankung zugrunde, kann eine Behandlung mit Kortikosteroiden oder anderen immunsuppressiven Medikamenten erforderlich sein.
Der Verlauf der Harnleitersklerose ist von der zugrunde liegenden Ursache und dem Zeitpunkt der Diagnose abhängig. Bei frühzeitiger Behandlung kann die Nierenfunktion in vielen Fällen erhalten oder verbessert werden. Unbehandelt besteht das Risiko eines dauerhaften Nierenverlustes. Regelmäßige urologische und nephrologische Kontrollen sind nach der Behandlung unerlässlich.
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