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Harnsäure ist ein Stoffwechselprodukt, das beim Abbau von Purinen entsteht. Erhöhte Werte können Gicht und Nierensteine verursachen.
Harnsäure ist ein Stoffwechselprodukt, das beim Abbau von Purinen entsteht. Erhöhte Werte können Gicht und Nierensteine verursachen.
Harnsäure ist ein natürliches Stoffwechselprodukt, das im menschlichen Körper beim Abbau von Purinen entsteht. Purine sind stickstoffhaltige Verbindungen, die sowohl im Körper selbst gebildet als auch über die Nahrung aufgenommen werden. Die Harnsäure wird hauptsächlich über die Nieren mit dem Urin ausgeschieden. Ein geringerer Anteil wird über den Darm abgegeben.
Im Blut liegt Harnsäure größtenteils als Natriumurat (Mononatriumurat) vor. Wenn die Konzentration im Blut dauerhaft zu hoch ist, spricht man von Hyperurikämie. Dies kann zur Ablagerung von Uratkristallen in Gelenken und Geweben führen und klinische Erkrankungen wie Gicht auslösen.
Erhöhte Harnsäurewerte im Blut (Hyperurikämie) können verschiedene Ursachen haben:
Eine leicht erhöhte Harnsäurekonzentration verursacht häufig keine Beschwerden. Bei dauerhaft hohen Werten können jedoch folgende Erkrankungen auftreten:
Gicht ist die häufigste Folge einer chronischen Hyperurikämie. Uratkristalle lagern sich in Gelenken ab und lösen plötzliche, sehr schmerzhafte Gelenkentzündungen aus (Gichtanfall). Besonders häufig betroffen ist das Grundgelenk der großen Zehe. Im späten Stadium können sich sogenannte Tophi (Kristallablagerungen unter der Haut) bilden.
Harnsäure kann im sauren Urin kristallisieren und Nierensteine bilden. Diese können zu Nierenkoliken, Blut im Urin und Harnwegsinfektionen führen.
Eine langanhaltende Hyperurikämie kann die Nierenfunktion dauerhaft beeinträchtigen (Urat-Nephropathie).
Aktuelle Studien deuten darauf hin, dass erhöhte Harnsäurewerte mit einem erhöhten Risiko für Bluthochdruck, Herzerkrankungen und Schlaganfall assoziiert sein können.
Die Bestimmung des Harnsäurespiegels erfolgt über eine einfache Blutuntersuchung (Serumharnsäure). Die Referenzwerte können je nach Labor leicht variieren, liegen aber typischerweise bei:
Werte oberhalb dieser Grenzen gelten als Hyperurikämie. Zusätzlich kann der Harnsäuregehalt im 24-Stunden-Urin bestimmt werden, um zwischen einer übermäßigen Produktion und einer verminderten Ausscheidung zu unterscheiden.
Eine angepasste Ernährung kann den Harnsäurespiegel wirksam senken:
Bei klinisch relevanter Hyperurikämie oder Gicht können folgende Medikamente eingesetzt werden:
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