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Das Risiko für Harnwegsinfekte wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst. Erfahren Sie, welche Personengruppen besonders betroffen sind und wie Sie sich schützen können.
Das Risiko für Harnwegsinfekte wird durch verschiedene Faktoren beeinflusst. Erfahren Sie, welche Personengruppen besonders betroffen sind und wie Sie sich schützen können.
Ein Harnwegsinfekt (HWI) ist eine Infektion der Harnwege, die durch Bakterien, seltener durch Viren oder Pilze, verursacht wird. Betroffen sein können die Harnblase (Zystitis), die Harnröhre (Urethritis), die Nieren (Pyelonephritis) oder die Prostata (Prostatitis). Harnwegsinfekte gehören zu den häufigsten bakteriellen Infektionskrankheiten weltweit und betreffen Menschen aller Altersgruppen, wobei bestimmte Personengruppen ein deutlich erhöhtes Risiko aufweisen.
Verschiedene biologische, anatomische, verhaltensbedingte und medizinische Faktoren können das Risiko für einen Harnwegsinfekt erhöhen. Das Wissen um diese Risikofaktoren ist entscheidend für die Prävention und die gezielte Behandlung.
Der mit Abstand häufigste Erreger ist Escherichia coli (E. coli), der für etwa 70-80 % aller unkomplizierten Harnwegsinfekte verantwortlich ist. Weitere häufige Erreger sind Klebsiella pneumoniae, Staphylococcus saprophyticus (häufig bei jungen Frauen), Enterococcus faecalis sowie Proteus mirabilis.
Typische Symptome eines unkomplizierten Harnwegsinfekts umfassen:
Bei einem Befall der Nieren (aufsteigender Harnwegsinfekt) können zusätzlich Fieber, Schüttelfrost, Flanken- oder Rückenschmerzen auftreten. Diese Symptome erfordern eine umgehende ärztliche Abklärung.
Die Diagnose eines Harnwegsinfekts erfolgt zunächst über eine Urinuntersuchung. Ein Urin-Schnelltest (Teststreifen) kann auf Leukozyten (weiße Blutkörperchen) und Nitrit hinweisen. Zur genauen Erregerbestimmung und Antibiotika-Empfindlichkeitstestung wird eine Urinkultur (Mittelstrahlurin) angelegt. Bei komplizierten oder wiederkehrenden Infektionen können bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder eine Zystoskopie erforderlich sein.
Unkomplizierte Harnwegsinfekte werden in der Regel mit Antibiotika behandelt. Häufig eingesetzte Wirkstoffe sind Fosfomycin, Nitrofurantoin oder Trimethoprim, abhängig vom Erreger und den lokalen Resistenzmustern. Bei Nierenbeteiligung oder komplizierten Infektionen ist eine längere Antibiotikabehandlung notwendig, teils auch intravenös im Krankenhaus.
Zur Verringerung des Risikos empfehlen sich folgende Maßnahmen:
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