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Die Helicobacter-pylori-Eradikation bezeichnet die gezielte Behandlung zur vollständigen Beseitigung des Magenkeims Helicobacter pylori mittels Antibiotika und Magenschutzmitteln.
Die Helicobacter-pylori-Eradikation bezeichnet die gezielte Behandlung zur vollständigen Beseitigung des Magenkeims Helicobacter pylori mittels Antibiotika und Magenschutzmitteln.
Die Helicobacter-pylori-Eradikation ist eine medikamentöse Therapie mit dem Ziel, den Magenkeim Helicobacter pylori vollständig aus dem Magen-Darm-Trakt zu entfernen. Helicobacter pylori ist ein gramnegatiges Bakterium, das die Magenschleimhaut besiedelt und verschiedene Erkrankungen des Magens und des Zwölffingerdarms verursachen kann. Da dieses Bakterium weltweit sehr weit verbreitet ist, zählt die Eradikationstherapie zu den häufig durchgeführten Behandlungen in der Gastroenterologie.
Eine Eradikationstherapie wird empfohlen, wenn eine Infektion mit Helicobacter pylori nachgewiesen wurde und bestimmte Erkrankungen vorliegen oder ein erhöhtes Risiko für Komplikationen besteht. Typische Indikationen sind:
Die Eradikationstherapie kombiniert in der Regel mehrere Wirkstoffe, um das Bakterium auf unterschiedlichen Wegen zu bekämpfen und Resistenzen zu überwinden. Der Grundbaustein ist ein Protonenpumpenhemmer (PPI), der die Magensäureproduktion hemmt und so das Wirkungsmilieu der Antibiotika verbessert.
Die am häufigsten eingesetzte Erstlinientherapie ist die sogenannte französische Tripeltherapie, bestehend aus:
Die Behandlungsdauer beträgt in der Regel 7 bis 14 Tage. Eine verlängerte Therapiedauer von 14 Tagen wird heute häufig bevorzugt, da sie höhere Eradikationsraten erzielt.
Bei Clarithromycin-Resistenz oder bei Therapieversagen der Tripeltherapie wird eine Quadrupeltherapie eingesetzt, bestehend aus:
Als Alternativen stehen die sequenzielle Therapie (aufeinanderfolgende Gabe verschiedener Antibiotika) und die konkomitante Therapie (gleichzeitige Gabe von vier Wirkstoffen ohne Bismut) zur Verfügung, die besonders bei hoher lokaler Resistenzrate eingesetzt werden.
Vor der Behandlung wird die Infektion durch verschiedene Verfahren nachgewiesen:
Nach Abschluss der Therapie sollte der Behandlungserfolg frühestens 4 Wochen nach Ende der Antibiotikatherapie überprüft werden, bevorzugt mittels Atemtest oder Stuhlantigentest.
Die Eradikationstherapie ist in der Regel gut verträglich, kann jedoch Nebenwirkungen verursachen:
Die Eradikationsrate liegt bei optimaler Therapiedurchführung zwischen 80 und 95 Prozent. Zunehmende Antibiotikaresistenzen, insbesondere gegenüber Clarithromycin und Metronidazol, stellen eine wachsende Herausforderung dar. Daher empfehlen aktuelle Leitlinien, die lokale Resistenzlage bei der Wahl des Therapieschemas zu berücksichtigen. Bei Therapieversagen sollte vor einer Zweitlinientherapie nach Möglichkeit eine Resistenztestung durchgeführt werden.
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