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Hepatorenal beschreibt den Zusammenhang zwischen Leber und Nieren. Das hepatorenale Syndrom ist eine schwere Nierenfunktionsstörung bei fortgeschrittener Lebererkrankung.
Hepatorenal beschreibt den Zusammenhang zwischen Leber und Nieren. Das hepatorenale Syndrom ist eine schwere Nierenfunktionsstörung bei fortgeschrittener Lebererkrankung.
Der Begriff hepatorenal setzt sich aus den lateinischen Wörtern hepar (Leber) und renalis (die Nieren betreffend) zusammen. Er beschreibt allgemein den funktionellen und anatomischen Zusammenhang zwischen Leber und Nieren. In der klinischen Medizin wird der Begriff vor allem im Kontext des hepatorenalen Syndroms (HRS) verwendet – einer lebensbedrohlichen Komplikation bei schweren Lebererkrankungen, bei der es zu einem akuten Nierenversagen kommt, ohne dass eine primäre Nierenerkrankung vorliegt.
Das hepatorenale Syndrom tritt typischerweise bei Patienten mit fortgeschrittener Leberzirrhose, akutem Leberversagen oder alkoholischer Hepatitis auf. Die zugrunde liegenden Mechanismen umfassen:
Auslösende Faktoren können unter anderem eine bakterielle Infektion (z. B. spontane bakterielle Peritonitis), eine übermäßige Flüssigkeitsentnahme bei Aszites (Aszitespunktion ohne adäquaten Volumenersatz) oder gastrointestinale Blutungen sein.
Typ 1 ist die akute, rasch fortschreitende Form mit einem Anstieg des Serumkreatinins um mehr als 50 % innerhalb weniger Tage. Diese Form hat ohne Behandlung eine sehr schlechte Prognose und erfordert sofortige intensivmedizinische Maßnahmen.
Typ 2 verläuft langsamer und ist häufig mit einem therapierefraktären Aszites (Bauchwasseransammlung, die nicht auf Diuretika anspricht) verbunden. Die Nierenfunktion ist zwar eingeschränkt, aber stabiler als bei Typ 1.
Die Symptome des hepatorenalen Syndroms sind vielfältig und spiegeln sowohl die zugrundeliegende Lebererkrankung als auch das Nierenversagen wider:
Die Diagnose des hepatorenalen Syndroms erfolgt als Ausschlussdiagnose. Das bedeutet, andere Ursachen eines Nierenversagens müssen zunächst ausgeschlossen werden. Typische diagnostische Schritte umfassen:
Laut aktuellen Kriterien der International Ascites Club (IAC) gilt das HRS als bestätigt, wenn das Kreatinin nach zwei Tagen Albumininfusion nicht ausreichend abfällt und keine alternative Ursache des Nierenversagens identifiziert werden kann.
Die Behandlung des hepatorenalen Syndroms zielt darauf ab, die Nierenfunktion zu stabilisieren und die zugrunde liegende Lebererkrankung zu behandeln. Zu den wichtigsten Therapiemaßnahmen zählen:
Das hepatorenale Syndrom, insbesondere Typ 1, ist mit einer hohen Sterblichkeit verbunden. Ohne Behandlung beträgt die mittlere Überlebenszeit bei Typ 1 weniger als zwei Wochen. Mit moderner medikamentöser Therapie und vor allem nach einer Lebertransplantation können die Überlebenschancen deutlich verbessert werden. Eine frühzeitige Diagnose und der rasche Beginn einer Therapie sind entscheidend für den Verlauf.
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