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Das hepatorenale Syndrom (HRS) ist ein schweres Nierenversagen bei fortgeschrittener Lebererkrankung. Es entsteht durch Durchblutungsstörungen und ist ohne Behandlung lebensbedrohlich.
Das hepatorenale Syndrom (HRS) ist ein schweres Nierenversagen bei fortgeschrittener Lebererkrankung. Es entsteht durch Durchblutungsstörungen und ist ohne Behandlung lebensbedrohlich.
Das hepatorenale Syndrom (HRS) ist eine schwerwiegende Komplikation bei fortgeschrittenen Lebererkrankungen, bei der es zu einem akuten oder chronischen Versagen der Nierenfunktion kommt. Trotz anatomisch gesunder Nieren können diese ihre Aufgabe nicht mehr erfüllen, da die Durchblutung der Nieren infolge der Lebererkrankung erheblich gestört ist. Das HRS tritt vor allem bei Patienten mit Leberzirrhose, schwerem alkoholischen Hepatitis oder akutem Leberversagen auf und stellt einen medizinischen Notfall dar.
Das hepatorenale Syndrom entsteht durch eine komplexe Kette von Kreislaufveränderungen, die durch die eingeschränkte Leberfunktion ausgelöst wird:
Nach den aktuellen Klassifikationen werden zwei Haupttypen unterschieden:
Die Symptome des hepatorenalen Syndroms sind oft unspezifisch und von den Zeichen der zugrundeliegenden Lebererkrankung überlagert:
Die Diagnose des HRS wird anhand klinischer und laborchemischer Kriterien gestellt. Es existieren international anerkannte Diagnosekriterien (z. B. nach den Leitlinien der International Ascites Club):
Ergänzend werden Urinanalysen, Nierensonografie sowie weiterführende Blutuntersuchungen durchgeführt.
Die Behandlung des hepatorenalen Syndroms muss rasch eingeleitet werden und zielt darauf ab, die Nierendurchblutung zu verbessern und die Leberfunktion zu stabilisieren:
Bei fortgeschrittenem Nierenversagen kann eine vorübergehende Dialyse als Überbrückungsmaßnahme bis zur Lebertransplantation notwendig sein.
Die einzige kurative Therapie ist die Lebertransplantation. Sie behebt die zugrundeliegende Ursache und führt in den meisten Fallen zu einer vollständigen Erholung der Nierenfunktion, sofern noch keine dauerhaften Nierenschäden eingetreten sind.
In ausgewählten Fällen kann ein TIPS-Eingriff erwogen werden, um den Pfortaderdruck zu senken und die Durchblutungssituation zu verbessern.
Die Prognose des hepatorenalen Syndroms ist ohne Behandlung sehr schlecht. Typ-1-HRS hat ohne Therapie eine mittlere Überlebenszeit von wenigen Wochen. Mit moderner medikamentöser Behandlung und rechtzeitiger Lebertransplantation kann die Überlebensrate jedoch deutlich verbessert werden. Entscheidend ist eine frühzeitige Erkennung und rasche Therapieeinleitung.
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