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Hepcidin ist ein körpereigenes Hormon der Leber, das den Eisenstoffwechsel reguliert. Es steuert, wie viel Eisen aus dem Darm aufgenommen und im Körper verteilt wird.
Hepcidin ist ein körpereigenes Hormon der Leber, das den Eisenstoffwechsel reguliert. Es steuert, wie viel Eisen aus dem Darm aufgenommen und im Körper verteilt wird.
Hepcidin ist ein kleines Peptidhormon, das hauptsächlich in der Leber produziert wird. Es gilt als zentraler Regulator des Eisenstoffwechsels im menschlichen Körper. Der Begriff leitet sich aus dem Lateinischen ab: hepar (Leber) und cidin (tötend, hemmend). Hepcidin wurde Anfang der 2000er Jahre erstmals beschrieben und hat seitdem in der hämatologischen und internistischen Forschung grosse Bedeutung erlangt.
Hepcidin reguliert den Eisentransport, indem es an das Membranprotein Ferroportin bindet. Ferroportin ist das einzige bekannte Exporterprotein für Eisen in Säugetierzellen. Es befindet sich vor allem in:
Wenn Hepcidin an Ferroportin bindet, wird Ferroportin internalisiert und abgebaut. Dadurch wird der Eisenexport aus diesen Zellen verhindert, was zu einer verminderten Eisenverfügbarkeit im Blut führt.
Die Produktion von Hepcidin wird durch verschiedene Faktoren reguliert:
Bei chronisch-entzündlichen Erkrankungen wie rheumatoider Arthritis, chronischen Nierenerkrankungen oder Tumorerkrankungen ist der Hepcidin-Spiegel dauerhaft erhöht. Dies führt zur sogenannten Ernämie der chronischen Erkrankung (ACD), bei der trotz ausreichender Eisenreserven im Körper kein Eisen für die Blutbildung bereitgestellt wird.
Bei der hereditären Hämochromatose, einer genetisch bedingten Erkrankung, ist die Hepcidinproduktion zu niedrig oder Hepcidin wirkt nicht ausreichend. Infolgedessen wird zu viel Eisen aus dem Darm aufgenommen, was zu gefährlichen Eisenablagerungen in Organen wie Leber, Herz und Pankreas führt.
Bei Eisenmangelanämie ist der Hepcidin-Spiegel niedrig, was die Eisenaufnahme aus der Nahrung und die Mobilisierung von Eisenreserven fördert. Die Messung von Hepcidin kann helfen, verschiedene Formen der Anämie voneinander zu unterscheiden.
Hepcidin kann im Blut (Serum) oder im Urin gemessen werden. Die häufigste Methode ist die Massenspektrometrie oder ein ELISA-Test. Die Messung ist besonders nützlich bei:
Referenzwerte variieren je nach Labor und Messmethode. Klinisch relevante Entscheidungen sollten immer im Kontext weiterer Eisenstoffwechselparameter (Ferritin, Transferrin, CRP) getroffen werden.
Hepcidin gilt als vielversprechendes therapeutisches Zielmolekül. Aktuelle Forschungsansätze umfassen:
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