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Heptan ist ein gesättigter Kohlenwasserstoff mit sieben Kohlenstoffatomen. Es wird als Lösungsmittel in Industrie und Labor eingesetzt und kann bei Einatmen oder Hautkontakt gesundheitsschädlich sein.
Heptan ist ein gesättigter Kohlenwasserstoff mit sieben Kohlenstoffatomen. Es wird als Lösungsmittel in Industrie und Labor eingesetzt und kann bei Einatmen oder Hautkontakt gesundheitsschädlich sein.
Heptan (auch n-Heptan genannt) ist ein gesättigter, unverzweigter aliphatischer Kohlenwasserstoff mit der chemischen Formel C₇H₁₆. Es gehört zur Gruppe der Alkane und ist bei Raumtemperatur eine farblose, leicht flüchtige Flüssigkeit mit einem charakteristischen benzinartigen Geruch. Heptan kommt natürlich in Erdöl vor und wird durch fraktionierte Destillation gewonnen.
Heptan ist wasserunlöslich, aber gut mischbar mit organischen Lösungsmitteln wie Ethanol, Ether und Benzol. Es hat einen Siedepunkt von etwa 98 °C und einen Schmelzpunkt von etwa -91 °C. Aufgrund seiner unpolaren Struktur eignet es sich hervorragend zum Lösen von Fetten, Ölen und Wachsen.
In der Industrie wird Heptan vor allem als Lösungsmittel für Fette, Öle, Harze und Kautschuk eingesetzt. Es findet Verwendung bei der Herstellung von Klebstoffen, Farben, Lacken und Druckfarben. Zudem dient es als Referenzsubstanz bei der Bestimmung der Oktanzahl von Kraftstoffen: n-Heptan hat per Definition eine Oktanzahl von 0 und gilt als Maßstab für klopfende Verbrennung.
Im chemischen Labor wird Heptan als Lösungsmittel in der Chromatographie (insbesondere HPLC und Dünnschichtchromatographie) sowie bei Extraktionsverfahren eingesetzt. Es ist ein gängiges Laufmittel in der Normalphasen-Chromatographie.
Heptan ist als Lebensmittelzusatzstoff (Extraktionslösungsmittel) zugelassen und wird zur Extraktion von Pflanzenölen und anderen Lebensmittelinhaltsstoffen verwendet. Rückstände im Endprodukt sind durch gesetzliche Grenzwerte reguliert.
Bei kurzfristiger, hoher Exposition gegenüber Heptan-Dämpfen können folgende Symptome auftreten:
Wiederholter oder längerer Kontakt mit Heptan kann zu Hautaustrocknung und Dermatitis führen, da das Lösungsmittel die natürlichen Fette der Haut entfernt. Chronisches Einatmen hoher Konzentrationen kann das zentrale Nervensystem schädigen. Im Vergleich zu Hexan gilt n-Heptan jedoch als weniger neurotoxisch, da es kein 2,5-Hexandion bildet.
Heptan ist leicht entzündlich (Flammpunkt ca. -4 °C) und bildet mit Luft explosive Gemische. Im Umgang sind entsprechende Sicherheitsvorkehrungen zwingend erforderlich.
Bei der Arbeit mit Heptan sollten folgende Schutzmaßnahmen beachtet werden:
In Deutschland und der EU ist der Arbeitsplatzgrenzwert (AGW) für n-Heptan festgelegt. Die Europäische Chemikalienagentur (ECHA) stuft Heptan entsprechend der CLP-Verordnung ein. Als Extraktionslösungsmittel in Lebensmitteln unterliegt es der Richtlinie 2009/32/EG über Extraktionslösungsmittel.
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