Herpes nase: Ursachen, Symptome & Behandlung
Herpes nase bezeichnet eine Herpes-simplex-Infektion im Nasenbereich. Typisch sind schmerzhafte Bläschen rund um die Nase, die durch das Herpes-simplex-Virus ausgelöst werden.
Wissenswertes über "Herpes nase"
Herpes nase bezeichnet eine Herpes-simplex-Infektion im Nasenbereich. Typisch sind schmerzhafte Bläschen rund um die Nase, die durch das Herpes-simplex-Virus ausgelöst werden.
Was ist Herpes nase?
Herpes nase (auch Nasenherpes oder Herpes nasalis genannt) ist eine Infektion der Haut im und um den Nasenbereich, die durch das Herpes-simplex-Virus Typ 1 (HSV-1) verursacht wird. Das Virus gehört zur Gruppe der Herpesviridae und bleibt nach der Erstinfektion lebenslang im Körper in einem inaktiven Zustand. Bei bestimmten Auslösern kann es sich reaktivieren und erneut Beschwerden verursachen.
Ursachen und Auslöser
Die Erstinfektion mit HSV-1 erfolgt meist im Kindesalter, häufig durch direkten Kontakt mit infizierten Personen oder deren Ausscheidungen. Nach der Erstinfektion zieht sich das Virus in die Nervenwurzeln zurück und kann dort dauerhaft verbleiben. Folgende Faktoren können eine Reaktivierung begünstigen:
- Geschwächtes Immunsystem (z. B. bei Stress, Erkältungen oder anderen Infekten)
- Starke Sonneneinstrahlung (UV-Licht)
- Hormonelle Veränderungen (z. B. während der Menstruation)
- Fieber oder Erschöpfung
- Verletzungen oder Reizungen der Haut im Nasenbereich
- Bestimmte Medikamente (z. B. Immunsuppressiva)
Symptome
Die typischen Symptome von Herpes nase ähneln denen des Lippenherpes, treten jedoch vorwiegend rund um die Nasenflügel, unter der Nase oder innerhalb der Nasenlöcher auf:
- Kribbeln, Brennen oder Jucken in der betroffenen Region (Prodromalstadium)
- Rötung und leichte Schwellung der Haut
- Bildung kleiner, mit Flüssigkeit gefüllter Bläschen
- Aufplatzen der Bläschen und Bildung von Krusten
- Schmerzen beim Berühren oder Schneuzen
- In manchen Fällen geschwollene Lymphknoten oder leichtes Fieber
Der gesamte Verlauf dauert typischerweise 7 bis 14 Tage. In seltenen Fällen, insbesondere bei immungeschwächten Personen, kann es zu Komplikationen wie einer Ausbreitung auf die Augen (Herpes ophthalmicus) oder das Gehirn (Herpes-Enzephalitis) kommen.
Diagnose
In den meisten Fällen kann Herpes nase anhand des typischen klinischen Bildes vom Arzt diagnostiziert werden. Bei unklaren Befunden oder schwerem Verlauf stehen folgende diagnostische Methoden zur Verfügung:
- Abstrich und PCR-Untersuchung: Nachweis von HSV-1-DNA aus dem Bläscheninhalt
- Viruskultur: Anzucht des Virus im Labor
- Bluttest: Nachweis von HSV-Antikörpern (sinnvoll bei Erstinfektion)
Behandlung
Herpes nase ist nicht heilbar, da das Virus dauerhaft im Körper verbleibt. Die Behandlung zielt darauf ab, die Symptomdauer zu verkürzen und die Beschwerden zu lindern.
Lokale (topische) Behandlung
Bei leichten Verläufen werden antivirale Cremes wie Aciclovir-Creme oder Penciclovir-Creme eingesetzt. Diese sollten so früh wie möglich (am besten im Prodromalstadium) aufgetragen werden, um die Wirkung zu maximieren. Zinkhaltige Präparate können zusätzlich zur Linderung des Juckens und zur Austrocknung der Bläschen beitragen.
Systemische Behandlung
Bei häufigen Rückfällen, schweren Verläufen oder bei immungeschwächten Patienten kommen antivirale Tabletten zum Einsatz:
- Aciclovir (z. B. 400 mg, 3x täglich für 5 Tage)
- Valaciclovir (z. B. 500 mg, 2x täglich für 5 Tage)
- Famciclovir (nach ärztlicher Verordnung)
Allgemeine Maßnahmen
- Die betroffene Stelle nicht berühren oder aufkratzen, um eine Ausbreitung zu vermeiden
- Händehygiene ist besonders wichtig
- Kein direkter Hautkontakt mit anderen Personen während des aktiven Ausbruchs
- Sonnenschutz im Nasenbereich (z. B. Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor)
Wann zum Arzt?
Ein Arztbesuch ist empfehlenswert, wenn:
- Die Beschwerden sehr stark sind oder länger als 2 Wochen anhalten
- Das Auge mitbetroffen erscheint (Rötung, Schmerzen, Sehveränderungen)
- Hohes Fieber oder allgemeines Krankheitsgefühl auftreten
- Es sich um eine Erstinfektion bei einem Säugling oder Kleinkind handelt
- Der Patient immungeschwächt ist (z. B. durch HIV, Chemotherapie oder Medikamente)
- Häufige Rückfälle auftreten (mehr als 6 pro Jahr)
Quellen
- Robert Koch-Institut (RKI): Herpes-simplex-Virusinfektionen. Epidemiologisches Bulletin. Berlin, 2023. Verfügbar unter: www.rki.de
- Gross G, Dockhorn-Dworniczak B, et al.: Herpesvirus-Infektionen der Haut. Leitlinie der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft (DDG), AWMF-Register Nr. 013/062, 2021.
- World Health Organization (WHO): Herpes simplex virus. Fact Sheet. Genf, 2023. Verfügbar unter: www.who.int
Meistgekaufte Produkte
Der universelle Immunschutz
Als eines der wertvollsten körpereigenen Immunproteine ist Lactoferrin ein natürlicher Bestandteil des Immunsystems
Für eine gesunde Mundflora & Zahnpflege
Formulierte Lutschtabletten mit AB-Dentalac, Milchsäurebakterien und Lactoferrin CLN®Die neusten Einträge
3 Beiträge in dieser Lexikon KategorieOnlay
Zahnbrücke
Knochennekrose
Die meistgelesenen Einträge
3 Beiträge in dieser Lexikon KategorieMagnesiumcarbonat
Kaloriengehalt
Kölner Liste
Verwandte Suchbegriffe: Herpes nase