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High-Density-Lipoprotein (HDL) ist ein Blutfett-Transportprotein, das Cholesterin aus den Gefaessen zur Leber transportiert und als sogenanntes gutes Cholesterin gilt.
High-Density-Lipoprotein (HDL) ist ein Blutfett-Transportprotein, das Cholesterin aus den Gefaessen zur Leber transportiert und als sogenanntes gutes Cholesterin gilt.
High-Density-Lipoprotein (HDL) ist eine Klasse von Lipoproteinen im Blut, die haeufig als gutes Cholesterin bezeichnet werden. Lipoproteine sind Transportmolekuele, die Fette (Lipide) und Cholesterin durch das Blut befoerdern, da diese wasserunloeslichen Substanzen nicht allein im Blutplasma transportiert werden koennen. HDL zeichnet sich durch eine hohe Proteindichte und einen relativ geringen Fettanteil aus, was ihm seine charakteristische hohe Dichte verleiht.
Im Gegensatz zu Low-Density-Lipoprotein (LDL), das Cholesterin zu den Koerperzellen transportiert und bei erhoehten Werten als Risikofaktor fuer Herz-Kreislauf-Erkrankungen gilt, hat HDL eine entgegengesetzte Funktion: Es transportiert ueberschuessiges Cholesterin zurueck zur Leber, wo es abgebaut oder ausgeschieden wird.
HDL erfuellt im menschlichen Koerper mehrere wichtige Aufgaben, die zum Schutz der Blutgefaesse beitragen:
Der HDL-Cholesterinspiegel wird durch eine einfache Blutuntersuchung gemessen. Dabei gelten folgende Richtwerte gemaess den Empfehlungen der Europaeischen Gesellschaft fuer Kardiologie (ESC):
Sehr hohe HDL-Werte (ueber 100 mg/dl) werden in neueren Studien jedoch kritischer betrachtet, da sie nicht zwingend mit einem zusaetzlichen Schutz verbunden sind und in seltenen Faellen sogar mit einem erhoehten Risiko assoziiert sein koennen.
Niedrige HDL-Werte koennen durch verschiedene Faktoren bedingt sein:
Der HDL-Wert wird im Rahmen eines Lipidprofils (auch Lipidstatus oder Blutfettanalyse genannt) bestimmt. Dabei wird dem Patienten in der Regel nach einer Nuechternphase von 8 bis 12 Stunden Blut abgenommen. Gemessen werden neben HDL auch Gesamtcholesterin, LDL-Cholesterin und Triglyzeride. Aus diesen Werten laesst sich der sogenannte Cholesterin-Quotient (Gesamtcholesterin geteilt durch HDL) berechnen, der eine wichtige Kenngrösse fuer das kardiovaskulaere Risiko darstellt.
Es gibt verschiedene Lebensstilmassnahmen und medizinische Interventionen, die den HDL-Spiegel positiv beeinflussen koennen:
Eine direkte medikamentoese Erhoehung des HDL-Spiegels hat sich in klinischen Studien als schwierig erwiesen. Einige Substanzen wie Niacin (Nikotinsaeure) koennen den HDL-Spiegel erhoehen, haben jedoch aufgrund von Nebenwirkungen und unklarem Nutzen in der klinischen Praxis an Bedeutung verloren. Statine, die primaer zur LDL-Senkung eingesetzt werden, koennen ebenfalls einen moderaten Anstieg des HDL bewirken. Die primaere Therapiestrategie bleibt die Senkung des LDL-Cholesterins sowie eine umfassende Lebensstiloptimierung.
Zahlreiche epidemiologische Studien haben gezeigt, dass ein niedriger HDL-Spiegel ein unabhaengiger Risikofaktor fuer koronare Herzkrankheit, Herzinfarkt und Schlaganfall ist. HDL gilt daher als wichtiger Bestandteil der kardiovaskulaeren Risikoabschaetzung. Neuere Forschungen differenzieren jedoch zunehmend zwischen der Quantitaet (HDL-Spiegel) und der Qualitaet bzw. Funktionalitaet der HDL-Partikel, da nicht jedes HDL-Teilchen gleichermassen kardioprotektiv ist.
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