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Die Hill-Sachs-Läsion ist eine knöcherne Impressionsfraktur am Humeruskopf, die typischerweise nach einer Schulterverrenkung (Luxation) entsteht. Sie kann die Schulterinstabilität begünstigen.
Die Hill-Sachs-Läsion ist eine knöcherne Impressionsfraktur am Humeruskopf, die typischerweise nach einer Schulterverrenkung (Luxation) entsteht. Sie kann die Schulterinstabilität begünstigen.
Die Hill-Sachs-Läsion (auch Hill-Sachs-Delle oder Hill-Sachs-Defekt) ist eine knöcherne Delle am hinteren oberen Anteil des Humeruskopfes (Oberarmknochen). Sie entsteht durch einen Aufprall des Humeruskopfes auf den vorderen Rand der Gelenkpfanne (Glenoid) während einer vorderen Schulterausrenkung (anterioren Schultergelenkluxation). Erstmals beschrieben wurde sie 1940 von den amerikanischen Radiologen Harold Arthur Hill und Maurice David Sachs.
Die häufigste Ursache einer Hill-Sachs-Läsion ist die vordere Schultergelenkluxation, bei der der Oberarmkopf nach vorne aus der Gelenkpfanne tritt. Dabei prallt der weichere Knochen des Humeruskopfes gegen den härteren vorderen Pfannenrand und hinterlässt eine charakteristische Impression.
Kleine Hill-Sachs-Läsionen verursachen häufig keine eigenständigen Beschwerden. Bei größeren Defekten oder begleitender Schulterinstabilität können folgende Symptome auftreten:
Die Diagnose wird durch eine Kombination aus klinischer Untersuchung und bildgebenden Verfahren gestellt:
Kleine, klinisch nicht relevante Hill-Sachs-Läsionen werden häufig konservativ behandelt. Im Vordergrund stehen:
Bei großen oder sogenannten engagierenden Hill-Sachs-Läsionen (bei denen der Defekt in bestimmten Schulterstellungen in den vorderen Pfannenrand einhakt) ist eine Operation notwendig:
Die Prognose hängt von der Größe des Defekts und der Anzahl vorausgegangener Luxationen ab. Bei frühzeitiger und konsequenter Behandlung ist eine vollständige Wiederherstellung der Schulterfunktion in vielen Fällen möglich. Unbehandelte große Läsionen erhöhen das Risiko für wiederholte Ausrenkungen und frühzeitige Schulterarthrose.
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