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Das hintere Kreuzband ist ein zentrales Band im Kniegelenk, das die Rückwärtsbewegung des Schienbeins verhindert. Es zählt zu den stabilsten Bändern im menschlichen Körper.
Das hintere Kreuzband ist ein zentrales Band im Kniegelenk, das die Rückwärtsbewegung des Schienbeins verhindert. Es zählt zu den stabilsten Bändern im menschlichen Körper.
Das hintere Kreuzband (medizinisch: Ligamentum cruciatum posterius, kurz HKB) ist eines der vier Hauptbänder des Kniegelenks. Es verläuft im Inneren des Knies von der Rückseite des Schienbeins (Tibia) zur Innenseite des Oberschenkelknochens (Femur). Gemeinsam mit dem vorderen Kreuzband (VKB) bildet es das zentrale Stabilisierungssystem des Kniegelenks. Das hintere Kreuzband gilt als das stärkste Band im Kniegelenk und ist vor allem dafür zuständig, dass das Schienbein nicht nach hinten gegenüber dem Oberschenkelknochen verschoben wird.
Das hintere Kreuzband ist etwa 38 mm lang und besteht aus zwei funktionellen Bündeln:
Beide Bündel arbeiten zusammen, um eine stabile Führung des Knies in allen Bewegungsphasen zu gewährleisten. Zusätzlich wirkt das hintere Kreuzband als Rotationsstabilisator des Kniegelenks.
Verletzungen des hinteren Kreuzbandes entstehen häufig durch direkte oder indirekte Krafteinwirkung auf das Kniegelenk. Typische Ursachen sind:
Symptome einer Verletzung des hinteren Kreuzbandes können unmittelbar nach dem Trauma auftreten oder sich erst später zeigen:
In manchen Fällen ist der Schmerz zum Zeitpunkt der Verletzung überraschend gering, weshalb eine HKB-Verletzung oft erst verspätet diagnostiziert wird.
Die Diagnose einer HKB-Verletzung erfolgt durch eine Kombination aus klinischer Untersuchung und bildgebenden Verfahren:
Viele isolierte HKB-Verletzungen können ohne Operation behandelt werden, insbesondere bei Teilrissen oder geringen Stabilitätsdefiziten. Die konservative Therapie umfasst:
Bei vollständigen Rissen, Kombinationsverletzungen oder bei anhaltender Instabilität trotz konservativer Behandlung kann eine Operation notwendig sein. In der Regel wird das gerissene Band durch ein Transplantat (z. B. aus der eigenen Körpersehne oder einer Spendersehne) ersetzt. Der Eingriff erfolgt häufig arthroskopisch (Kniespiegelung), also durch kleine Schnitte mit einer Kameraführung.
Unabhängig von der Behandlungsform ist eine konsequente Rehabilitation entscheidend für den Behandlungserfolg. Die Reha umfasst gezieltes Muskelaufbautraining, Gleichgewichtstraining und eine schrittweise Rückkehr zur sportlichen Belastung. Bis zur vollen Sportfähigkeit vergehen nach einer Operation in der Regel 9 bis 12 Monate.
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