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Hirsutismus bezeichnet das vermehrte Wachstum von Körper- und Gesichtshaaren bei Frauen nach männlichem Muster. Ursache sind meist erhöhte Androgenspiegel.
Hirsutismus bezeichnet das vermehrte Wachstum von Körper- und Gesichtshaaren bei Frauen nach männlichem Muster. Ursache sind meist erhöhte Androgenspiegel.
Hirsutismus ist eine medizinische Bezeichnung für das übermäßige Wachstum dunkler, grober Haare bei Frauen und Mädchen in Körperregionen, in denen Behaarung typischerweise nur bei Männern auftritt – etwa im Gesicht (Oberlippe, Kinn), an der Brust, dem Bauch, dem Rücken oder den Oberschenkeln. Der Zustand entsteht durch einen erhöhten Einfluss männlicher Geschlechtshormone, sogenannter Androgene, auf die Haarfollikel.
Hirsutismus ist nicht dasselbe wie Hypertrichose, bei der generalisiert vermehrt Körperbehaarung auftreten kann, unabhängig von hormonellen Einflüssen.
Die häufigste Ursache des Hirsutismus ist das Polyzystische Ovarialsyndrom (PCOS), das bis zu 75 % aller Fälle ausmacht. Weitere Ursachen umfassen:
Das Leitsymptom ist die unerwünschte Behaarung in androgenabhängigen Körperzonen. Häufig treten begleitend weitere Zeichen eines Androgenüberschusses auf:
Der Schweregrad des Hirsutismus wird häufig anhand des Ferriman-Gallwey-Scores bewertet, der Behaarung in neun Körperregionen auf einer Skala von 0 bis 4 bewertet.
Die Diagnose erfolgt klinisch sowie durch Laboruntersuchungen. Typischerweise werden folgende Werte bestimmt:
Bei Verdacht auf einen hormonproduzierenden Tumor können bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder MRT eingesetzt werden.
Die Behandlung richtet sich nach der zugrunde liegenden Ursache. Häufig eingesetzte Medikamente sind:
Zur Reduktion sichtbarer Haare werden ergänzend eingesetzt:
Bei PCOS-bedingtem Hirsutismus kann eine Gewichtsreduktion die Androgenspiegel senken und die Symptome verbessern. Regelmäßige körperliche Aktivität und eine ausgewogene Ernährung sind empfehlenswert.
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