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Histamintoleranzkinetikmarker sind biochemische Messparameter, die den Abbau und die Verträglichkeit von Histamin im Körper beschreiben. Sie helfen bei der Diagnostik der Histaminintoleranz.
Histamintoleranzkinetikmarker sind biochemische Messparameter, die den Abbau und die Verträglichkeit von Histamin im Körper beschreiben. Sie helfen bei der Diagnostik der Histaminintoleranz.
Histamintoleranzkinetikmarker sind biochemische Parameter, die Aufschluss darüber geben, wie schnell und effizient der menschliche Körper Histamin abbaut und toleriert. Histamin ist ein biogenes Amin, das natürlicherweise im Körper vorkommt und auch über die Nahrung aufgenommen wird. Bei einer gestörten Histaminkinetik kann es zu einer Überhäufung von Histamin im Blut kommen, was als Histaminintoleranz bezeichnet wird.
Histamin wird im Körper hauptsächlich durch zwei Enzyme abgebaut:
Die Aktivität dieser Enzyme sowie die Histaminkonzentration im Blut und Plasma sind die zentralen Histamintoleranzkinetikmarker.
Die Messung der DAO-Aktivität im Blut ist der bedeutendste Marker. Niedrige DAO-Werte deuten auf eine verminderte Fähigkeit hin, nahrungsbedingtes Histamin im Darm abzubauen. Referenzwerte variieren je nach Labor, gelten jedoch Werte unter 3 HDU/ml (Histaminabbaueinheiten pro Milliliter) als auffällig.
Erhöhte Histaminwerte im Plasma (über 1 ng/ml nüchtern) können auf eine unzureichende Abbaukapazität hinweisen. Dieser Wert ist jedoch stark von der Nahrungsaufnahme abhängig und sollte stets im Zusammenhang mit der DAO-Aktivität interpretiert werden.
Polymorphismen im HNMT-Gen (z.B. T939C-Variante) können zu einer verminderten Enzymaktivität führen. Eine genetische Analyse ergänzt die biochemische Diagnostik und liefert Hinweise auf eine konstitutionelle Veranlagung zur Histaminintoleranz.
Die Bestimmung von Histamintoleranzkinetikmarkern erfolgt durch eine Blutabnahme, idealerweise im nüchternen Zustand und ohne kürzliche Einnahme von Antihistaminika oder DAO-hemmenden Medikamenten (z.B. bestimmte Schmerzmittel oder Alkohol). Die Marker werden im klinischen Kontext interpretiert, da allein ein niedriger DAO-Wert nicht diagnostisch ausreicht. Die Diagnose der Histaminintoleranz stützt sich auf:
Verschiedene Faktoren können die Histamintoleranzkinetik beeinflussen und damit die Testergebnisse verändern:
Sind die Marker auf eine gestörte Histaminkinetik hinweisend, umfasst die Behandlung mehrere Ansätze:
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