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Das Hodgkin-Lymphom ist eine bösartige Erkrankung des lymphatischen Systems. Es zählt zu den häufigsten Krebserkrankungen bei jungen Erwachsenen und ist bei frühzeitiger Behandlung gut heilbar.
Das Hodgkin-Lymphom ist eine bösartige Erkrankung des lymphatischen Systems. Es zählt zu den häufigsten Krebserkrankungen bei jungen Erwachsenen und ist bei frühzeitiger Behandlung gut heilbar.
Das Hodgkin-Lymphom (auch bekannt als Morbus Hodgkin oder Hodgkin-Krankheit) ist eine bösartige Erkrankung des lymphatischen Systems, also des Körpergewebes, das an der Immunabwehr beteiligt ist. Es entsteht durch eine unkontrollierte Vermehrung bestimmter weißer Blutkörperchen, sogenannter B-Lymphozyten. Charakteristisch für diese Erkrankung ist das Auftreten von sogenannten Reed-Sternberg-Zellen, die unter dem Mikroskop im Lymphknotengewebe nachgewiesen werden können.
Das Hodgkin-Lymphom tritt vor allem bei jungen Erwachsenen zwischen dem 20. und 35. Lebensjahr sowie bei älteren Menschen über 60 Jahren auf. Im Vergleich zu anderen Krebserkrankungen gilt es als gut behandelbar, mit hohen Heilungsraten, insbesondere im Frühstadium.
Die genauen Ursachen des Hodgkin-Lymphoms sind nicht vollständig geklärt. Folgende Faktoren werden mit einem erhöhten Erkrankungsrisiko in Verbindung gebracht:
Das Hodgkin-Lymphom verursacht häufig folgende Symptome:
Die Diagnose des Hodgkin-Lymphoms erfordert mehrere Untersuchungsschritte:
Zunächst erfolgt eine körperliche Untersuchung mit Abtasten der Lymphknoten. Im Blutbild können erhöhte Entzündungsparameter sowie Veränderungen der Blutzellen auffallen.
Mittels Computertomografie (CT) oder PET-CT (Positronen-Emissions-Tomografie) werden betroffene Lymphknoten und Organe im Körper sichtbar gemacht. Das PET-CT ist besonders wichtig für die Stadieneinteilung und zur Therapieverlaufskontrolle.
Die Biopsie eines vergrößerten Lymphknotens ist der entscheidende diagnostische Schritt. Im Labor wird das entnommene Gewebe auf das Vorhandensein von Reed-Sternberg-Zellen untersucht, was die Diagnose sichert.
Das Hodgkin-Lymphom wird nach der Ann-Arbor-Klassifikation in vier Stadien (I bis IV) eingeteilt, je nach Ausbreitung der Erkrankung im Körper. Diese Einteilung ist entscheidend für die Wahl der Therapie.
Das Hodgkin-Lymphom spricht sehr gut auf eine Behandlung an. Die Therapie richtet sich nach dem Stadium der Erkrankung, dem Alter des Patienten und dem allgemeinen Gesundheitszustand.
Die Chemotherapie ist das wichtigste Behandlungsverfahren. Das am häufigsten eingesetzte Protokoll ist das sogenannte ABVD-Schema (Adriamycin, Bleomycin, Vinblastin, Dacarbazin). Bei fortgeschrittenen Stadien oder aggressiveren Verläufen kann das escalBEACOPP-Schema angewendet werden.
Die Strahlentherapie wird häufig ergänzend zur Chemotherapie eingesetzt, um verbleibende Tumorzellen gezielt zu zerstören, insbesondere bei lokalen Befunden in frühen Stadien.
Bei Rezidiven oder refrakären Erkrankungen stehen moderne Therapien zur Verfügung:
Bei Rückfällen (Rezidiven) kann eine autologe Stammzelltransplantation (mit eigenen Stammzellen) eine kurative Option darstellen.
Das Hodgkin-Lymphom hat im Vergleich zu anderen Krebserkrankungen eine sehr gute Prognose. Im Frühstadium (Stadium I und II) liegen die Fünf-Jahres-Überlebensraten bei über 90 %. Auch in fortgeschrittenen Stadien sind Heilungsraten von 70–80 % erreichbar. Langzeitfölgen der Therapie, wie Herzprobleme oder Zweitkarzinome, müssen in der Nachsorge berücksichtigt werden.
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