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Die hohe Tibiakopfosteotomie (HTO) ist ein operativer Eingriff am Kniegelenk zur Korrektur von Achsfehlstellungen, der häufig bei Gonarthrose eingesetzt wird.
Die hohe Tibiakopfosteotomie (HTO) ist ein operativer Eingriff am Kniegelenk zur Korrektur von Achsfehlstellungen, der häufig bei Gonarthrose eingesetzt wird.
Die hohe Tibiakopfosteotomie (kurz: HTO, auch Hochtibiaosteotomie genannt) ist ein operativer Eingriff, bei dem der obere Anteil des Schienbeins (Tibia) gezielt durchtrennt und in einem bestimmten Winkel neu ausgerichtet wird. Ziel des Eingriffs ist es, eine fehlerhafte Achsstellung des Beins – meist eine O-Bein-Stellung (Varusdeformität) – zu korrigieren und so die mechanische Belastung auf den Knorpel des Kniegelenks gleichmäßiger zu verteilen.
Der Eingriff wird bevorzugt bei jüngeren, aktiven Patienten eingesetzt, bei denen der Gelenkverschleiß (Gonarthrose) vorwiegend auf der Innenseite des Kniegelenks (mediale Gonarthrose) vorliegt. Durch die Achskorrektur wird die betroffene Gelenkinnenfläche entlastet und die Progression des Knorpelschadens verlangsamt oder aufgehalten.
Die hohe Tibiakopfosteotomie wird vor allem in folgenden Situationen empfohlen:
Es gibt zwei Haupttechniken der hohen Tibiakopfosteotomie:
Bei dieser Technik wird das Schienbein auf der Innenseite aufgeklappt und mit einem Keil aus Knochen oder einem Knochenersatzmaterial aufgeweitet. Die neue Position wird mit einer speziellen Metallplatte und Schrauben fixiert. Diese Methode ist heute die am häufigsten verwendete Technik, da sie eine präzise Korrektur des Korrekturwinkels ermöglicht.
Hierbei wird ein Keil aus dem Knochen auf der Außenseite des Schienbeins entfernt und der Knochen dann zusammengeklappt. Diese Technik wird heute seltener angewendet, da sie technisch anspruchsvoller ist und das Risiko einer Schädigung des Wadenbeinnervs (N. peroneus) birgt.
Die präoperative Planung ist entscheidend für den Operationserfolg. Folgende Untersuchungen werden typischerweise durchgeführt:
Die Operation erfolgt in der Regel in Rückenlage des Patienten unter Spinal- oder Vollnarkose. Über einen kleinen Schnitt auf der Innen- oder Außenseite des Schienbeins (je nach Technik) wird der Knochen mit speziellen Sägen und Instrumenten durchtrennt und in die gewünschte Position gebracht. Zur Stabilisierung wird eine winkelstabile Platte mit Schrauben eingesetzt. Die Operationsdauer beträgt in der Regel zwischen 60 und 90 Minuten.
Die Nachbehandlung ist ein wesentlicher Bestandteil des Behandlungserfolgs:
Wie bei jedem operativen Eingriff bestehen auch bei der hohen Tibiakopfosteotomie bestimmte Risiken:
Bei sorgfältiger Patientenauswahl und korrekter Durchführung liefert die hohe Tibiakopfosteotomie sehr gute Langzeitergebnisse. Studien zeigen, dass bei geeigneten Patienten in über 80 % der Fälle nach 10 Jahren noch keine Knieprothese notwendig ist. Viele Patienten können nach der Operation wieder sportlich aktiv werden und berichten von einer deutlichen Schmerzreduktion sowie einer verbesserten Lebensqualität.
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