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Das Hohlkreuz (Hyperlordose) ist eine übermäßige Einwärtskrümmung der Lendenwirbelsäule. Es verursacht Rückenschmerzen und kann Haltungsschäden fördern.
Das Hohlkreuz (Hyperlordose) ist eine übermäßige Einwärtskrümmung der Lendenwirbelsäule. Es verursacht Rückenschmerzen und kann Haltungsschäden fördern.
Das Hohlkreuz, medizinisch als lumbale Hyperlordose bezeichnet, beschreibt eine übermäßige Einwärtskrümmung der Lendenwirbelsäule. Die Wirbelsäule besitzt von Natur aus mehrere leichte Kurven, die als Puffer für Belastungen dienen. Ist die natürliche Lendenlordose jedoch zu stark ausgeprägt, spricht man von einem Hohlkreuz. Dies führt dazu, dass das Becken nach vorne kippt, der Bauch vorsteht und der untere Rücken überwölbt wirkt.
Ein Hohlkreuz kann verschiedene Ursachen haben. Häufig entsteht es durch eine Kombination aus Muskelungleichgewichten, einer ungünstigen Körperhaltung und mangelnder Bewegung. Zu den häufigsten Ursachen gehören:
Viele Menschen mit einem Hohlkreuz bemerken zunächst keine Beschwerden. Im Verlauf können jedoch folgende Symptome auftreten:
Die Diagnose eines Hohlkreuzes erfolgt üblicherweise durch eine körperliche Untersuchung beim Arzt oder Physiotherapeuten. Dabei werden Körperhaltung, Beweglichkeit und Muskelbalance beurteilt. In bestimmten Fällen, z. B. bei Verdacht auf strukturelle Ursachen oder starken Beschwerden, wird eine Röntgenaufnahme oder ein MRT der Wirbelsäule angefertigt, um den Grad der Fehlstellung zu messen und andere Erkrankungen auszuschließen.
In den meisten Fällen lässt sich ein Hohlkreuz durch konservative Maßnahmen behandeln. Operative Eingriffe sind nur bei schweren strukturellen Ursachen erforderlich.
Die Physiotherapie steht im Mittelpunkt der Behandlung. Gezielte Übungen stärken die schwachen Muskeln (Bauch, Gesäß) und dehnen die verkürzten Muskeln (Hüftbeuger, Rückenstrecker). Bekannte Programme sind u. a. Pilates und funktionelles Krafttraining.
Das bewusste Trainieren einer aufrechten, neutralen Beckenstellung im Alltag ist entscheidend. Ergonomische Anpassungen am Arbeitsplatz (z. B. höhenverstellbare Stehschreibtische, ergonomische Stühle) helfen ebenfalls.
Bei akuten Schmerzen können entzündungshemmende Schmerzmittel (z. B. Ibuprofen) kurzfristig eingesetzt werden. Wärmetherapie und Massagen können die Muskulatur entspannen und Schmerzen lindern.
Bei Übergewicht kann eine Gewichtsabnahme die Belastung der Lendenwirbelsäule deutlich verringern und die Haltung verbessern.
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