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Homosalat ist ein chemischer UV-Filter, der in Sonnenschutzmitteln eingesetzt wird. Er absorbiert UV-B-Strahlung und schützt so die Haut vor Sonnenbrand.
Homosalat ist ein chemischer UV-Filter, der in Sonnenschutzmitteln eingesetzt wird. Er absorbiert UV-B-Strahlung und schützt so die Haut vor Sonnenbrand.
Homosalat (auch Homomenthylsalicylat oder HMS) ist ein synthetisch hergestellter UV-Filter, der in Sonnenschutzmitteln, Lippenpflegeprodukten und anderen kosmetischen Formulierungen verwendet wird. Er gehört zur Klasse der chemischen (organischen) UV-Filter und ist dafür bekannt, UV-B-Strahlung zu absorbieren, die hauptsächlich für Sonnenbrand verantwortlich ist.
Homosalat absorbiert UV-B-Strahlung im Wellenlängenbereich von etwa 295 bis 315 Nanometern. Bei der Absorption wandelt das Molekül die Strahlungsenergie in Wärme um, die harmlos an die Umgebung abgegeben wird. Dadurch wird verhindert, dass die UV-Strahlung tief in die Hautschichten eindringt und dort DNA-Schäden in den Hautzellen verursacht.
Homosalat bietet keinen Schutz vor UV-A-Strahlung, weshalb er in Sonnenschutzmitteln häufig mit anderen UV-Filtern kombiniert wird, um einen Breitbandschutz zu erzielen.
Homosalat ist in einer Vielzahl von Produkten enthalten, darunter:
In der Europäischen Union ist Homosalat als UV-Filter in kosmetischen Mitteln zugelassen. Gemaess der EU-Kosmetikverordnung (Verordnung (EG) Nr. 1223/2009) ist die zulässige Höchstkonzentration derzeit auf 7,34 % begrenzt (Stand: nach Überprüfung durch das SCCS im Jahr 2021, frühere Grenze: 10 %).
Die Sicherheit von Homosalat wurde von verschiedenen Behörden und wissenschaftlichen Gremien bewertet:
Das Wissenschaftliche Ausschuss für Verbrauchersicherheit (SCCS) der EU veröffentlichte 2021 ein Gutachten, in dem es feststellte, dass Homosalat bei Konzentrationen bis zu 7,34 % als sicher für Verbraucher angesehen werden kann. Bei höheren Konzentrationen wurden potenzielle Bedenken hinsichtlich der systemischen Exposition geäußert.
In den USA wird Homosalat von der Food and Drug Administration (FDA) als Sonnenschutzwirkstoff anerkannt, jedoch laufen derzeit weitere Untersuchungen zur systemischen Absorption und möglichen endokrinen Wirkungen.
In einigen Laborstudien wurde festgestellt, dass Homosalat schwache hormonähnliche (endokrin disruptive) Eigenschaften aufweisen kann. Diese Wirkungen wurden jedoch hauptsächlich in Zellkulturexperimenten und Tierstudien beobachtet. Ob diese Effekte beim Menschen bei üblicher kosmetischer Anwendung klinisch relevant sind, ist derzeit noch Gegenstand wissenschaftlicher Diskussion. Regulierungsbehörden stufen das Risiko bei zugelassenen Konzentrationen derzeit als gering ein.
Homosalat wird von den meisten Menschen gut vertragen. In seltenen Fällen können jedoch folgende Reaktionen auftreten:
Bei bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Salicylaten oder anderen UV-Filtern sollte die Verträglichkeit vor der Anwendung geprüft werden.
Homosalat wird in der Umwelt, insbesondere in Gewässern, nachgewiesen. Untersuchungen zeigen, dass der Stoff in Wasserlebewesen akkumulieren kann. Die Umweltauswirkungen werden derzeit von verschiedenen Institutionen weiter erforscht. Einige Länder und Schutzgebiete – insbesondere Korallenriff-Regionen – empfehlen oder fordern die Verwendung von Sonnenschutzmitteln ohne bestimmte chemische UV-Filter.
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