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Die homozygote familiäre Hypercholesterinämie (HoFH) ist eine seltene, genetisch bedingte Stoffwechselerkrankung mit extrem erhöhten LDL-Cholesterin-Werten und hohem Herzinfarktrisiko.
Die homozygote familiäre Hypercholesterinämie (HoFH) ist eine seltene, genetisch bedingte Stoffwechselerkrankung mit extrem erhöhten LDL-Cholesterin-Werten und hohem Herzinfarktrisiko.
Die homozygote familiäre Hypercholesterinämie (HoFH) ist eine sehr seltene, angeborene Stoffwechselerkrankung, bei der der Körper nicht in der Lage ist, LDL-Cholesterin (sogenanntes „schlechtes“ Cholesterin) ausreichend abzubauen. Betroffene erben von beiden Elternteilen jeweils eine fehlerhafte Genkopie, was zu einer besonders schweren Form der Erkrankung führt. Die Erkrankung tritt mit einer Häufigkeit von etwa 1 zu 300.000 bis 1 zu 1.000.000 Personen auf und gilt als medizinischer Notfall, wenn sie unbehandelt bleibt.
Die HoFH wird durch Mutationen in Genen verursacht, die für den LDL-Rezeptor oder verwandte Proteine kodieren. Folgende Gene können betroffen sein:
Da beide Kopien des betroffenen Gens fehlerhaft sind (homozygot), ist die LDL-Clearance aus dem Blut stark eingeschränkt oder vollständig aufgehoben.
Die klinischen Zeichen der HoFH entstehen durch die jahrelange Ablagerung von überschüssigem Cholesterin im Gewebe und an den Gefäßwänden:
Die Diagnose der HoFH basiert auf einer Kombination aus klinischen Befunden, Laborwerten und genetischen Tests:
Die Behandlung der HoFH ist komplex und erfordert oft eine Kombination mehrerer Therapiestrategien, da die klassische Statin-Therapie allein bei dieser Form weniger wirksam ist:
Die LDL-Apherese ist ein extrakorporales Blutreinigungsverfahren, bei dem LDL-Cholesterin direkt aus dem Blut entfernt wird. Sie ist bei HoFH-Patienten eine wichtige Säule der Therapie und wird in der Regel alle 1–2 Wochen durchgeführt. In Deutschland wird dieses Verfahren von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.
In schweren Fällen, die auf andere Therapien nicht ausreichend ansprechen, kann eine Lebertransplantation in Betracht gezogen werden, da die Leber der Hauptort des LDL-Rezeptor-vermittelten Cholesterinabbaus ist. Die Transplantation normalisiert die LDL-Rezeptor-Funktion und führt zu einem deutlichen Absinken der LDL-Werte.
Eine cholesterin- und sättigte Fettsäuren-arme Ernährung sowie regelmäßige körperliche Aktivität sind unterstützende Maßnahmen, können die genetisch bedingte Störung allein jedoch nicht kompensieren.
Ohne Behandlung haben Betroffene ein extrem hohes Risiko für lebensbedrohliche Herz-Kreislauf-Ereignisse bereits im Kindes- und Jugendalter. Durch frühzeitige Diagnose und konsequente Therapie kann die Prognose jedoch deutlich verbessert werden. Regelmäßige kardiologische Kontrollen sind lebenslang notwendig.
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