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Ein Hormonpflaster ist ein transdermales Pflaster zur Hormonersatztherapie, das östrogene oder Gestagene über die Haut abgibt und typisch in den Wechseljahren eingesetzt wird.
Ein Hormonpflaster ist ein transdermales Pflaster zur Hormonersatztherapie, das östrogene oder Gestagene über die Haut abgibt und typisch in den Wechseljahren eingesetzt wird.
Ein Hormonpflaster (auch transdermales Hormonpflaster genannt) ist ein medizinisches Pflaster, das Wirkstoffe – in der Regel weibliche Geschlechtshormone wie Östrogen oder eine Kombination aus Östrogen und Gestagen – direkt über die Haut in den Blutkreislauf abgibt. Diese Form der Hormonzufuhr wird als transdermale Applikation bezeichnet. Das Pflaster umgeht dabei den Magen-Darm-Trakt und die erste Leberpassage, was es von oralen Hormonpräparaten unterscheidet.
Hormonpflaster werden vor allem im Rahmen der Hormonersatztherapie (HRT) eingesetzt. Die häufigsten Einsatzgebiete sind:
Das Hormonpflaster enthält einen Wirkstoffdepot, der die Hormone über einen definierten Zeitraum – in der Regel 3 bis 7 Tage – kontinuierlich und gleichmäßig durch die Haut abgibt. Die Hormone gelangen so direkt ins Blut, ohne den Verdauungstrakt zu passieren. Dies hat den Vorteil, dass niedrigere Dosen ausreichend sind und Schwankungen im Hormonspiegel reduziert werden. Der Wirkstoff Östradiol, die bio-identische Form des körpereigenen Östrogens, ist am häufigsten im Einsatz.
Das Pflaster wird auf eine saubere, trockene und unbehaarte Hautfläche aufgeklebt, zum Beispiel am Bauch, an der Hüfte oder am Gesäß. Der Wechsel erfolgt je nach Präparat alle 3 bis 7 Tage. Frauen mit intaktem Gebärmutter erhalten zusätzlich ein Gestagen, um das Risiko einer Gebärmutterschleimhautverdickung (Endometriumhyperplasie) zu minimieren. Die Dosierung richtet sich nach dem individuellen Beschwerdebild und wird ärztlich festgelegt.
Da die Hormone bei transdermaler Anwendung nicht die Leber passieren, ist das Risiko für bestimmte Nebenwirkungen wie eine Erhöhung der Blutgerinnungsneigung (Thromboserisiko) geringer als bei oralen Präparaten. Hormonpflaster eignen sich daher besonders für Frauen mit erhöhtem Thromboserisiko oder Lebererkrankungen.
Wie alle Medikamente können Hormonpflaster Nebenwirkungen verursachen. Die häufigsten sind:
Hormonpflaster sind nicht geeignet für Frauen mit:
Eine individuelle ärztliche Beratung und regelmäßige Kontrolluntersuchungen sind bei der Anwendung von Hormonpflastern unbedingt erforderlich.
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