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hs-CRP ist ein hochsensitiver Bluttest zur Messung von C-reaktivem Protein, der kleinste Entzündungswerte erkennt und das kardiovaskuläre Risiko bewertet.
hs-CRP ist ein hochsensitiver Bluttest zur Messung von C-reaktivem Protein, der kleinste Entzündungswerte erkennt und das kardiovaskuläre Risiko bewertet.
hs-CRP steht für hochsensitives C-reaktives Protein (englisch: high-sensitivity C-reactive protein). Es handelt sich um eine labordiagnostische Messmethode, die selbst kleinste Mengen des Entzündungsmarkers C-reaktives Protein (CRP) im Blut nachweisen kann. Während der herkömmliche CRP-Test hauptsächlich bei akuten Entzündungen eingesetzt wird, ermöglicht der hs-CRP-Test die Erkennung chronisch niedriger Entzündungsprozesse, die mit einem erhöhten Herzerkrankungsrisiko verbunden sind.
C-reaktives Protein ist ein Eiweiß, das in der Leber gebildet wird. Seine Produktion wird durch entzündungsfördernde Botenstoffe, insbesondere Interleukin-6 (IL-6), angeregt. CRP gehört zu den sogenannten Akute-Phase-Proteinen und steigt bei Infektionen, Gewebsschäden oder systemischen Entzündungen rasch an. Es spielt eine Rolle bei der Aktivierung des Immunsystems und der Beseitigung geschädigter Zellen.
Der Unterschied liegt in der Messgenauigkeit:
Diese höhere Sensitivität macht den hs-CRP-Test besonders wertvoll für die Einschätzung des kardiovaskulären Risikos bei scheinbar gesunden Personen.
Der hs-CRP-Test wird hauptsächlich zur Risikoabschätzung für Herz-Kreislauf-Erkrankungen eingesetzt. Studien zeigen, dass chronisch erhöhte hs-CRP-Werte mit einem höheren Risiko für folgende Erkrankungen assoziiert sind:
Der Test wird häufig zusammen mit anderen Risikomarkern wie dem LDL-Cholesterin verwendet, um eine umfassendere Risikoeinschätzung vorzunehmen.
Die American Heart Association (AHA) und das Centers for Disease Control and Prevention (CDC) empfehlen folgende Einteilung des kardiovaskulären Risikos anhand des hs-CRP-Wertes:
Werte über 10 mg/l deuten meist auf eine akute Entzündung oder Infektion hin und sollten nicht zur kardiovaskulären Risikobewertung herangezogen werden. In solchen Fällen sollte der Test nach Abklingen der Entzündung wiederholt werden.
Der hs-CRP-Test kann im Rahmen einer Blutuntersuchung durchgeführt werden. Er ist besonders sinnvoll bei:
Eine nüchterne Blutentnahme ist für den hs-CRP-Test nicht zwingend erforderlich, wird jedoch oft empfohlen, um Begleituntersuchungen (z. B. Lipidprofil) gleichzeitig durchzuführen.
Verschiedene Faktoren können den hs-CRP-Wert beeinflussen und bei der Interpretation berücksichtigt werden:
In der klinischen Praxis kann ein erhöhter hs-CRP-Wert die Entscheidung für den Einsatz von Statinen (Cholesterinsenker) unterstützen, selbst wenn das LDL-Cholesterin im Normbereich liegt. Die sogenannte JUPITER-Studie zeigte, dass Patienten mit normalen LDL-Werten, aber erhöhtem hs-CRP, von einer Statin-Therapie profitieren können. Dieser Befund hat die klinische Bedeutung des hs-CRP-Tests erheblich gesteigert.
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