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Hyperparathyreoidismus ist eine Erkrankung der Nebenschilddrüsen, bei der zu viel Parathormon produziert wird. Dies führt zu einem erhöhten Kalziumspiegel im Blut.
Hyperparathyreoidismus ist eine Erkrankung der Nebenschilddrüsen, bei der zu viel Parathormon produziert wird. Dies führt zu einem erhöhten Kalziumspiegel im Blut.
Hyperparathyreoidismus bezeichnet eine Überfunktion der Nebenschilddrüsen (lat. Glandulae parathyroideae). Diese vier kleinen Drüsen liegen hinter der Schilddrüse und produzieren das Parathormon (PTH). Dieses Hormon reguliert den Kalzium- und Phosphathaushalt im Körper. Bei Hyperparathyreoidismus wird zu viel PTH ausgeschüttet, was den Kalziumspiegel im Blut (Hyperkalzämie) erhöht und den Phosphatspiegel senkt.
Beim primären Hyperparathyreoidismus liegt die Ursache direkt in den Nebenschilddrüsen selbst. In den meisten Fällen handelt es sich um ein gutartiges Adenom (eine Geschwulst) einer Nebenschilddrüse. Seltener ist eine Vergrößerung (Hyperplasie) aller vier Drüsen oder ein bösartiges Karzinom der Nebenschilddrüse verantwortlich.
Der sekundäre Hyperparathyreoidismus entsteht als Reaktion des Körpers auf einen dauerhaft niedrigen Kalziumspiegel, z. B. bei chronischer Niereninsuffizienz, schwerem Vitamin-D-Mangel oder Malabsorptionssyndromen. Die Nebenschilddrüsen arbeiten übermäßig, um den Kalziummangel zu kompensieren.
Der tertiäre Hyperparathyreoidismus entwickelt sich aus einem langanhaltenden sekundären Hyperparathyreoidismus. Die Drüsen produzieren dann auch dann noch unkontrolliert PTH, wenn der ursprüngliche Auslöser (z. B. Niereninsuffizienz) behoben wurde.
Viele Betroffene haben zunächst keine oder nur unspezifische Symptome. Häufig wird die Erkrankung zufällig bei einer Blutuntersuchung entdeckt. Mögliche Symptome sind:
Die Diagnose wird in der Regel durch Blutuntersuchungen gestellt. Folgende Parameter sind relevant:
Zur Lokalisierung betroffener Drüsen werden bildgebende Verfahren eingesetzt, darunter Ultraschall, Szintigraphie (Sestamibi-Scan) sowie CT oder MRT.
Beim primären Hyperparathyreoidismus ist die Parathyreoidektomie (operative Entfernung der betroffenen Nebenschilddrüse) die Therapie der Wahl. Sie führt in den meisten Fällen zur dauerhaften Heilung.
Wenn eine Operation nicht möglich oder nicht notwendig ist, stehen folgende Optionen zur Verfügung:
Hier steht die Behandlung der Grunderkrankung im Vordergrund. Bei Niereninsuffizienz werden häufig Vitamin-D-Analoga (z. B. Alfacalcidol, Calcitriol) und Phosphatbinder eingesetzt.
Bei rechtzeitiger Diagnose und Behandlung ist die Prognose des Hyperparathyreoidismus in der Regel gut. Nach erfolgreicher Operation normalisieren sich Kalzium- und PTH-Spiegel schnell. Unbehandelt kann die Erkrankung zu schweren Komplikationen wie Nierenversagen, Osteoporose und kardiovaskulären Erkrankungen führen.
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