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Hyperphosphatämie bezeichnet erhöhte Phosphatwerte im Blut. Sie tritt häufig bei Nierenerkrankungen auf und kann langfristig Herz und Knochen schädigen.
Hyperphosphatämie bezeichnet erhöhte Phosphatwerte im Blut. Sie tritt häufig bei Nierenerkrankungen auf und kann langfristig Herz und Knochen schädigen.
Die Hyperphosphatämie ist ein Zustände, bei dem der Phosphatspiegel im Blut über den Normbereich ansteigt. Als Normwert gilt bei Erwachsenen ein Serumphosphat von etwa 0,87 bis 1,45 mmol/l (2,7 bis 4,5 mg/dl). Bei Werten darüber spricht man von einer Hyperphosphatämie. Phosphat ist ein lebenswichtiges Mineral, das vor allem in Knochen und Zähnen vorkommt und an zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt ist. Ein dauerhaft erhöhter Phosphatspiegel kann jedoch schwere Organ- und Gefäßschäden verursachen.
Die häufigste Ursache einer Hyperphosphatämie ist eine eingeschränkte Nierenfunktion, da die Nieren überschuss Phosphat normalerweise ausscheiden. Weitere Ursachen umfassen:
Eine leichte Hyperphosphatämie verursacht oft keine Beschwerden und wird zufällig bei Blutuntersuchungen entdeckt. Bei höheren Werten oder längerem Verlauf können folgende Symptome auftreten:
Die Diagnose erfolgt in erster Linie durch eine Blutuntersuchung (Serumphosphat). Zusätzlich werden häufig folgende Parameter bestimmt:
Bildgebende Verfahren wie Röntgenaufnahmen oder eine Knochendichtemessung können eingesetzt werden, um Kalzifizierungen oder Knochenverlust festzustellen.
Die Therapie richtet sich nach der Grunderkrankung und dem Schweregrad der Hyperphosphatämie:
Eine phosphatarme Ernährung ist ein zentraler Bestandteil der Behandlung. Zu meiden sind insbesondere phosphatreiche Lebensmittel wie Milchprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse, Vollkornprodukte und phosphathaltige Lebensmittelzusatzstoffe (z.B. E338, E339, E340).
Phosphatbinder werden zusammen mit den Mahlzeiten eingenommen und verhindern die Aufnahme von Phosphat aus dem Darm. Hierzu gehören:
Bei Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz kann die regelmäßige Hämodialyse oder Peritonealdialyse zur Phosphatentfernung beitragen, reicht jedoch häufig allein nicht aus.
Die Therapie der zugrundeliegenden Erkrankung (z.B. Optimierung der Nierenfunktion, Behandlung des Hypoparathyreoidismus) ist entscheidend für die Langzeitkontrolle des Phosphatspiegels.
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