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Die Hypertrophe Osteoarthropathie ist eine Erkrankung, die durch Trommelschlegelfinger, Uhrglasnägel und Knochenneubildungen an den langen Röhrenknochen gekennzeichnet ist.
Die Hypertrophe Osteoarthropathie ist eine Erkrankung, die durch Trommelschlegelfinger, Uhrglasnägel und Knochenneubildungen an den langen Röhrenknochen gekennzeichnet ist.
Die Hypertrophe Osteoarthropathie (HOA) ist ein klinisches Syndrom, das durch eine charakteristische Trias gekennzeichnet ist: Trommelschlegelfinger (kolbenförmige Verdickung der Fingerkuppen), Uhrglasnägel (übermäßig gewölbte Nägel) sowie eine periostale Knochenneubildung an den distalen Abschnitten der langen Röhrenknochen. Zusätzlich kann es zu Gelenkentzündungen (Arthritis) kommen. Die Erkrankung tritt häufig als Begleiterscheinung einer anderen Grunderkrankung auf und wird dann als sekundäre HOA bezeichnet. Eine seltene, eigenständige (primäre) Form existiert ebenfalls.
Die primäre Form, auch als Pachydermoperiostose bekannt, ist eine seltene, genetisch bedingte Erkrankung. Sie tritt meist bei Männern in der Pubertät auf und ist durch eine Verdickung der Haut (Pachydermie), insbesondere im Gesicht und an der Kopfhaut, sowie durch Periostose und Trommelschlegelfinger charakterisiert. Mutationen in den Genen HPGD und SLCO2A1, die den Prostaglandin-E2-Stoffwechsel regulieren, werden als Ursache identifiziert.
Die sekundäre HOA ist weitaus häufiger und entsteht als Folge einer zugrunde liegenden Erkrankung. Sie betrifft vor allem die Lunge, aber auch Herz, Leber und andere Organe.
Die sekundäre HOA ist in den meisten Fällen mit Erkrankungen der Lunge assoziiert. Zu den häufigsten Ursachen zählen:
Als pathophysiologische Mechanismen werden eine erhöhte Ausschüttung von Wachstumsfaktoren (wie VEGF – Vascular Endothelial Growth Factor) sowie eine gestörte Prostaglandin-E2-Regulation diskutiert, die zu periostaler Proliferation und Gewebewachstum führen.
Die klinischen Zeichen der HOA umfassen:
Die Diagnose der HOA stützt sich auf die klinische Untersuchung sowie bildgebende und laborchemische Verfahren:
Die Therapie der sekundären HOA richtet sich primär nach der Behandlung der Grunderkrankung. Eine erfolgreiche Therapie der Ursache kann zu einer Rückbildung der HOA-Symptome führen.
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