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Hypochondrie ist eine psychische Störung, bei der Betroffene übermäßig befürchten, ernsthaft krank zu sein, obwohl keine körperliche Erkrankung vorliegt.
Hypochondrie ist eine psychische Störung, bei der Betroffene übermäßig befürchten, ernsthaft krank zu sein, obwohl keine körperliche Erkrankung vorliegt.
Hypochondrie – medizinisch auch als Krankheitsangststörung oder Hypochondriasis bezeichnet – ist eine psychische Störung, bei der Betroffene anhaltend und übermäßig befürchten, an einer schweren körperlichen Erkrankung zu leiden. Diese Angst bleibt auch dann bestehen, wenn ärztliche Untersuchungen keine körperliche Ursache ergeben. Im aktuellen Diagnosesystem DSM-5 wird die Erkrankung als Illness Anxiety Disorder (Krankheitsangststörung) eingestuft. In der ICD-10 wird sie unter den hypochondrischen Störungen geführt.
Die genauen Ursachen der Hypochondrie sind noch nicht vollständig geklärt. Es wird von einem Zusammenspiel verschiedener Faktoren ausgegangen:
Betroffene zeigen ein breites Spektrum an Beschwerden und Verhaltensweisen:
Die Diagnose wird in der Regel von einem Psychiater, Psychologen oder einem erfahrenen Hausarzt gestellt. Dabei werden zunächst körperliche Erkrankungen durch entsprechende Untersuchungen ausgeschlossen. Anschließend erfolgt eine psychiatrische Beurteilung anhand der Kriterien des DSM-5 oder der ICD-10. Wichtig ist dabei, dass die Beschwerden über mindestens sechs Monate bestehen und erheblichen Leidensdruck verursachen.
Die wirksamste Behandlungsform ist die kognitive Verhaltenstherapie (KVT). Sie hilft Betroffenen, irrationale Gedanken über Krankheiten zu erkennen und zu verändern. Dabei werden auch Vermeidungsverhalten und sogenannte Sicherheitsverhalten bearbeitet, die die Angst aufrechterhalten.
In einigen Fällen werden Antidepressiva – insbesondere selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) – eingesetzt, um Angstsymptome zu lindern und die Psychotherapie zu unterstützen.
Aufklärung über die Natur der Störung ist ein wichtiger Bestandteil der Behandlung. Betroffene lernen, ihren Körper und dessen Signale realistischer wahrzunehmen und weniger katastrophisierend zu interpretieren.
Mit der richtigen Behandlung können viele Betroffene eine deutliche Besserung ihrer Symptome erzielen. Ohne Therapie neigt Hypochondrie jedoch dazu, chronisch zu verlaufen. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung sind daher besonders wichtig.
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