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Die Identitätsstörung beschreibt ein gestörtes Selbstbild und eine instabile Wahrnehmung der eigenen Person. Sie tritt oft im Rahmen psychischer Erkrankungen auf und beeinträchtigt das Alltagsleben erheblich.
Die Identitätsstörung beschreibt ein gestörtes Selbstbild und eine instabile Wahrnehmung der eigenen Person. Sie tritt oft im Rahmen psychischer Erkrankungen auf und beeinträchtigt das Alltagsleben erheblich.
Eine Identitätsstörung bezeichnet eine anhaltende Beeinträchtigung des Selbstbilds und der Wahrnehmung der eigenen Identität. Betroffene haben Schwierigkeiten, ein stabiles, kohärentes Bild von sich selbst, ihren Werten, Zielen und zwischenmenschlichen Beziehungen zu entwickeln. Die Störung kann als eigenständige Diagnose auftreten oder ein zentrales Merkmal anderer psychischer Erkrankungen sein, insbesondere der Borderline-Persönlichkeitsstörung (emotional instabile Persönlichkeitsstörung).
Die Entstehung einer Identitätsstörung ist vielschichtig und wird durch ein Zusammenspiel biologischer, psychologischer und sozialer Faktoren beeinflusst:
Die Symptome einer Identitätsstörung können je nach Ausprägung und Kontext variieren. Typische Merkmale umfassen:
Die Diagnose einer Identitätsstörung erfolgt durch eine eingehende psychiatrische oder psychotherapeutische Untersuchung. Grundlage sind die international anerkannten Klassifikationssysteme ICD-11 (Internationale Klassifikation der Krankheiten) sowie das DSM-5 (Diagnostisches und Statistisches Manual Psychischer Störungen). Der Diagnostikprozess umfasst:
Die Behandlung richtet sich nach der zugrundeliegenden Diagnose und dem Schweregrad der Störung. Sie umfasst in der Regel:
Psychotherapeutische Verfahren stellen die wichtigste Säule der Behandlung dar:
Es gibt keine spezifische Medikation für Identitätsstörungen. Begleitend können jedoch Antidepressiva, Stimmungsstabilisatoren oder niedrigdosierte Antipsychotika eingesetzt werden, um Begleitsymptome wie Angst, Depressionen oder Impulsivität zu lindern.
Je nach Schweregrad der Erkrankung kann eine ambulante Psychotherapie ausreichend sein. In Krisensituationen oder bei schwerer Symptomatik kann eine stationäre oder teilstationäre psychiatrische Behandlung notwendig werden.
Mit einer adäquaten Behandlung können viele Betroffene deutliche Verbesserungen ihrer Symptome und ihrer Lebensqualität erzielen. Ein frühzeitiger Therapiebeginn sowie eine stabile therapeutische Beziehung sind wichtige prognostische Faktoren. Langfristig ist das Ziel die Entwicklung eines stabilen, positiven Selbstbilds und die Verbesserung der sozialen Teilhabe.
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