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Die Immunelektrophorese ist ein labordiagnostisches Verfahren zur Analyse von Proteinen im Blut oder Urin, insbesondere zur Erkennung von Antikörper-Anomalien.
Die Immunelektrophorese ist ein labordiagnostisches Verfahren zur Analyse von Proteinen im Blut oder Urin, insbesondere zur Erkennung von Antikörper-Anomalien.
Die Immunelektrophorese ist ein spezielles labormedizinisches Diagnoseverfahren, das zur Identifikation und Charakterisierung von Proteinen – insbesondere von Immunglobulinen (Antikörpern) – in Körperflüssigkeiten wie Blutserum oder Urin eingesetzt wird. Sie kombiniert zwei Techniken: die elektrophoretische Auftrennung von Proteinen nach ihrer elektrischen Ladung und Größe sowie die anschließende immunologische Reaktion mit spezifischen Antikörpern (Antiseren). Das Ergebnis ermöglicht eine präzise Aussage über Menge, Art und Struktur der vorhandenen Immunglobuline.
Das Verfahren läuft in zwei Hauptschritten ab:
Abweichungen in Form oder Position der Bögen weisen auf pathologische Veränderungen hin, beispielsweise auf das Vorhandensein eines monoklonalen Proteins (M-Protein), das bei bestimmten Erkrankungen des blutbildenden Systems auftreten kann.
Die Immunelektrophorese wird vor allem dann angeordnet, wenn der Verdacht auf eine Erkrankung des Immunsystems oder des blutbildenden Systems besteht. Typische Indikationen umfassen:
Die ursprüngliche Methode nach Grabar und Williams dient der qualitativen Analyse und erlaubt die Identifikation abnormer Proteine anhand der Präzipitationsbögen.
Eine weiterentwickelte, heute häufiger eingesetzte Methode. Sie ist empfindlicher und ermöglicht die genaue Typisierung eines monoklonalen Proteins nach Immunglobulinklasse (z. B. IgG, IgA, IgM) und Leichtkette (Kappa oder Lambda). Sie gilt als Goldstandard zum Nachweis von M-Proteinen.
Eine modernere automatisierte Variante, die in vielen Labors die klassische Methode ergänzt oder ersetzt, da sie schneller und standardisierter arbeitet.
Für die Untersuchung ist in der Regel eine Blutabnahme (zur Gewinnung von Serum) oder eine Urinprobe erforderlich. Die Probe wird dann im Labor aufgearbeitet. Eine besondere Vorbereitung durch den Patienten ist in der Regel nicht notwendig. Das Ergebnis wird von einem Facharzt für Labormedizin oder Hämatologie ausgewertet und beurteilt.
Ein normales Ergebnis zeigt ein typisches, symmetrisches Muster der Proteinfraktionen ohne auffällige Banden oder Bögen. Pathologische Befunde können sein:
Die Interpretation erfolgt stets im klinischen Kontext und in Kombination mit anderen Laborwerten sowie der Krankengeschichte des Patienten.
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