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Immunglobulin D (IgD) ist ein Antikörper des menschlichen Immunsystems, der vor allem auf der Oberfläche von B-Lymphozyten vorkommt und eine Rolle bei der Immunregulation spielt.
Immunglobulin D (IgD) ist ein Antikörper des menschlichen Immunsystems, der vor allem auf der Oberfläche von B-Lymphozyten vorkommt und eine Rolle bei der Immunregulation spielt.
Immunglobulin D (IgD) ist eine Klasse von Antikörpern (Immunglobulinen), die vom Immunsystem produziert wird. Es gehört zu den fünf Hauptklassen menschlicher Antikörper – neben IgA, IgE, IgG und IgM. IgD kommt im menschlichen Blut nur in sehr geringen Mengen vor und macht weniger als 1 % aller zirkulierenden Immunglobuline aus. Seine genaue biologische Funktion ist bis heute nicht vollständig geklärt, jedoch gilt es als wichtiger Bestandteil der frühen Immunantwort.
IgD besitzt wie alle Antikörper eine Y-förmige Grundstruktur, bestehend aus zwei schweren Ketten (Delta-Ketten) und zwei leichten Ketten, die durch Disulfidbrücken miteinander verbunden sind. Das Molekulargewicht beträgt etwa 185 kDa. IgD ist besonders empfindlich gegenüber proteolytischem Abbau, was erklärt, warum es im Blut nur in sehr niedrigen Konzentrationen nachweisbar ist.
IgD wird hauptsächlich auf der Zelloberfläche von naiven B-Lymphozyten (unreife, noch nicht antigenaktivierte B-Zellen) exprimiert, wo es gemeinsam mit IgM als Antigenrezeptor fungiert. Es spielt eine wesentliche Rolle bei:
Der normale Referenzbereich für IgD im Blutserum liegt bei Erwachsenen zwischen 0 und 100 IE/ml (internationale Einheiten pro Milliliter), wobei die meisten gesunden Menschen sehr niedrige Werte aufweisen. Erhöhte IgD-Spiegel können bei folgenden Zuständen auftreten:
Die Bestimmung von IgD im Serum ist in der klinischen Routine weniger verbreitet als die Messung anderer Immunglobuline. Sie wird jedoch gezielt eingesetzt bei:
Die Messung erfolgt in der Regel mittels Nephelometrie oder ELISA (enzymgekoppelter Immunsorptionstest) aus einer Blutprobe.
Das IgD-Myelom ist eine seltene, aber klinisch relevante Erkrankung. Es macht nur etwa 1–2 % aller Myelome aus und wird häufig später diagnostiziert als andere Myelomformen, da die IgD-Konzentration im Serum oft nicht stark erhöht ist. Typische Symptome umfassen Knochenschmerzen, Nierenfunktionsstörungen, Anämie und erhöhte Infektanfälligkeit.
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