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Die Immunglobulininfusionstherapie ist eine medizinische Behandlung, bei der konzentrierte Antikörper über eine Infusion verabreicht werden, um das Immunsystem zu stärken oder zu regulieren.
Die Immunglobulininfusionstherapie ist eine medizinische Behandlung, bei der konzentrierte Antikörper über eine Infusion verabreicht werden, um das Immunsystem zu stärken oder zu regulieren.
Die Immunglobulininfusionstherapie ist ein medizinisches Verfahren, bei dem konzentrierte Immunglobuline – also Antikörper – intravenös (über eine Vene) oder subkutan (unter die Haut) verabreicht werden. Immunglobuline sind natürliche Proteine des Immunsystems, die der Körper zur Abwehr von Krankheitserregern wie Bakterien und Viren bildet. Bei bestimmten Erkrankungen produziert der Körper entweder nicht genügend eigene Antikörper oder das Immunsystem greift körpereigenes Gewebe an – in diesen Fällen kann die Immunglobulininfusionstherapie eine lebensnotwendige Behandlung darstellen.
Die Immunglobulininfusionstherapie wird bei einer Vielzahl von Erkrankungen eingesetzt. Grundsätzlich unterscheidet man zwei Hauptanwendungsbereiche:
Bei Patienten, die an einem angeborenen oder erworbenen Antikörpermangel leiden, werden Immunglobuline als Ersatz für die fehlenden körpereigenen Antikörper verabreicht. Typische Erkrankungen in diesem Bereich sind:
Hochdosierte Immunglobuline können auch eingesetzt werden, um überaktive oder fehlgeleitete Immunreaktionen zu dämpfen. Dies ist relevant bei:
Immunglobuline wirken auf vielfältige Weise im Immunsystem. Bei der Substitutionstherapie ersetzen sie schlicht die fehlenden Antikörper und ermöglichen so eine normale Immunabwehr gegen Erreger. Bei der immunmodulatorischen Therapie sind die Mechanismen komplexer:
Die Immunglobulininfusionstherapie kann auf zwei Wegen verabreicht werden:
Die Infusion erfolgt direkt in eine Vene, meist in einer Klinik oder Praxis. Sie dauert in der Regel mehrere Stunden und wird je nach Erkrankung alle drei bis vier Wochen wiederholt. Die Dosierung wird individuell vom Arzt festgelegt und richtet sich nach Körpergewicht, Erkrankung und klinischem Ansprechen.
Hierbei werden die Immunglobuline unter die Haut injiziert, was viele Patienten eigenständig zu Hause durchführen können. Diese Form bietet mehr Flexibilität im Alltag und wird häufiger verabreicht, dafür in kleineren Mengen (z. B. wöchentlich). Sie ist besonders bei Patienten mit Venenzugang-Problemen geeignet.
Die Immunglobulininfusionstherapie wird von den meisten Patienten gut vertragen. Mögliche Nebenwirkungen umfassen:
Durch eine langsame Infusionsrate und engmaschige Überwachung lassen sich viele Nebenwirkungen vermeiden oder abschwächen.
Immunglobuline werden aus dem Blutplasma vieler Tausend gesunder Spender gewonnen und anschließend aufwendig gereinigt und konzentriert. Moderne Herstellungsverfahren beinhalten mehrere Inaktivierungs- und Eliminationsschritte für Viren und andere Krankheitserreger, sodass die Präparate als sehr sicher gelten. Dennoch handelt es sich um ein biologisches Produkt aus menschlichem Blut, worüber Patienten vor Therapiebeginn aufgeklärt werden.
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