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Die Immunglobulinsubstitution ist eine Therapie, bei der Antikörper (Immunglobuline) von aussen zugeführt werden, um ein geschwächtes Immunsystem zu unterstützen.
Die Immunglobulinsubstitution ist eine Therapie, bei der Antikörper (Immunglobuline) von aussen zugeführt werden, um ein geschwächtes Immunsystem zu unterstützen.
Die Immunglobulinsubstitution ist eine medizinische Behandlung, bei der dem Körper von aussen Immunglobuline – also Antikörper – zugeführt werden. Antikörper sind spezialisierte Eiweissstoffe des Immunsystems, die der Körper normalerweise selbst bildet, um Krankheitserreger wie Bakterien und Viren zu bekämpfen. Wenn der Körper nicht in der Lage ist, ausreichend eigene Antikörper herzustellen, kann die Immunglobulinsubstitution den fehlenden Schutz ersetzen oder ergänzen.
Die eingesetzten Immunglobuline werden aus dem Blutplasma vieler tausend gesunder Spender gewonnen, aufgereinigt und für die medizinische Anwendung aufbereitet. Sie enthalten hauptsächlich Immunglobulin G (IgG), den häufigsten Antikörpertyp im menschlichen Blut.
Die Immunglobulinsubstitution wird vor allem bei Erkrankungen eingesetzt, bei denen das Immunsystem zu wenige oder gar keine funktionsfähigen Antikörper produziert. Diese Zustände werden als Antikörpermangelsyndrome oder Hypogammaglobulinämien bezeichnet.
Die Immunglobulinsubstitution kann auf zwei Hauptwegen verabreicht werden:
Bei der intravenösen Gabe werden die Immunglobuline direkt in eine Vene infundiert. Dies geschieht in der Regel in einem Krankenhaus oder einer Facharztpraxis, üblicherweise alle 3 bis 4 Wochen. Der Vorteil liegt in der schnellen Verfügbarkeit hoher Konzentrationen im Blut.
Bei der subkutanen Gabe werden die Immunglobuline unter die Haut injiziert. Diese Methode kann häufig vom Patienten selbst zu Hause durchgeführt werden, meist wöchentlich oder sogar täglich in kleineren Mengen. Sie bietet einen gleichmässigeren Antikörperspiegel im Blut und wird von vielen Patienten als komfortabler empfunden.
Die Dosierung der Immunglobulinsubstitution wird individuell angepasst und richtet sich nach:
Das Therapieziel ist es, den IgG-Talspiegel (den niedrigsten Wert vor der nächsten Gabe) auf einem schützenden Niveau zu halten, das die Infektionsrate deutlich senkt.
Die Immunglobulinsubstitution wird im Allgemeinen gut vertragen. Mögliche Nebenwirkungen umfassen:
Moderne Immunglobulinpräparate durchlaufen strenge Herstellungs- und Sicherheitsprozesse, einschliesslich mehrerer Virusinaktivierungsschritte. Das Risiko einer Übertragung von Infektionskrankheiten durch Immunglobulinpräparate gilt heute als sehr gering. Die Herstellung unterliegt strengen europäischen Arzneimittelrichtlinien.
Patienten unter Immunglobulinsubstitution werden regelmässig ärztlich überwacht. Dabei werden insbesondere der IgG-Talspiegel im Blut kontrolliert, Infektionshäufigkeit und -schwere dokumentiert sowie Leber- und Nierenwerte überwacht, um die Dosierung gegebenenfalls anzupassen.
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