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Immunhomöostase bezeichnet das dynamische Gleichgewicht des Immunsystems, das eine angemessene Immunantwort sicherstellt, ohne körpereigenes Gewebe zu schädigen.
Immunhomöostase bezeichnet das dynamische Gleichgewicht des Immunsystems, das eine angemessene Immunantwort sicherstellt, ohne körpereigenes Gewebe zu schädigen.
Der Begriff Immunhomöostase beschreibt das dynamische Gleichgewicht innerhalb des Immunsystems. Dieses Gleichgewicht sorgt dafür, dass der Körper einerseits effektiv gegen Krankheitserreger, Fremdstoffe und entartete Zellen vorgeht, andererseits aber gesundes Körpergewebe nicht angreift. Die Immunhomöostase ist ein kontinuierlicher Regulationsprozess, an dem zahlreiche Zelltypen, Botenstoffe (Zytokine) und molekulare Signalwege beteiligt sind.
Ein intaktes immunologisches Gleichgewicht ist die Grundlage für ein gesundes Leben. Ist dieses Gleichgewicht gestört, kann es zu einer Vielzahl von Erkrankungen kommen:
Zentrale Zellen der Immunhomöostase sind regulatorische T-Zellen (Tregs), die überschießende Immunreaktionen hemmen, sowie T-Helferzellen, zytotoxische T-Zellen und B-Zellen. Auch angeborene Immunzellen wie dendritische Zellen, Makrophagen und natürliche Killerzellen (NK-Zellen) spielen eine entscheidende Rolle.
Die Balance wird durch ein komplexes Netzwerk von Zytokinen (z. B. Interleukin-10, TGF-beta) und Checkpoint-Molekülen (z. B. CTLA-4, PD-1) aufrechterhalten. Diese Signalmoleküle regulieren, wann und wie stark eine Immunantwort ausgelöst, aufrechterhalten oder beendet wird.
Ein bedeutender Teil der Immunhomöostase spielt sich im Darm ab. Das intestinale Immunsystem steht in ständiger Wechselwirkung mit dem Darmmikrobiom – der Gesamtheit der im Darm lebenden Mikroorganismen. Ein ausgeglichenes Mikrobiom unterstützt die immunologische Toleranz gegenüber harmlosen Antigenen und stärkt gleichzeitig die Abwehr gegen Pathogene.
Verschiedene Faktoren können das immunologische Gleichgewicht beeinträchtigen:
Die Beurteilung der Immunhomöostase erfolgt in der Praxis durch verschiedene diagnostische Verfahren:
Je nach Ursache der Störung kommen unterschiedliche Behandlungsansätze zum Einsatz:
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