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Ein Immunzellklon ist eine Gruppe genetisch identischer Immunzellen, die aus einer einzigen Vorläuferzelle entstehen. Klone spielen eine zentrale Rolle bei der Immunantwort und bei bestimmten Erkrankungen.
Ein Immunzellklon ist eine Gruppe genetisch identischer Immunzellen, die aus einer einzigen Vorläuferzelle entstehen. Klone spielen eine zentrale Rolle bei der Immunantwort und bei bestimmten Erkrankungen.
Ein Immunzellklon bezeichnet eine Population von Immunzellen, die genetisch identisch sind und alle von einer einzigen Ursprungszelle abstammen. Dieser Vorgang, bei dem sich eine Zelle teilt und zahlreiche identische Tochterzellen hervorbringt, wird als klonale Expansion bezeichnet. Immunzellklone bestehen in der Regel aus Lymphozyten, also aus B-Lymphozyten (B-Zellen) oder T-Lymphozyten (T-Zellen), die im Rahmen einer Immunantwort aktiviert wurden.
Das Immunsystem des menschlichen Körpers ist in der Lage, eine enorme Vielfalt an Antigenen – also körperfremden Strukturen wie Bakterien, Viren oder Tumorzellen – zu erkennen. Jede naive B- oder T-Zelle trägt auf ihrer Oberfläche einen einzigartigen Rezeptor, der genau auf ein bestimmtes Antigen passt. Wenn dieses Antigen im Körper auftaucht und die entsprechende Zelle aktiviert, beginnt diese sich zu teilen:
Dieses Prinzip wird als Klonale Selektionstheorie bezeichnet und ist ein grundlegendes Konzept der Immunologie.
Immunzellklone sind essenziell für eine wirksame und zielgerichtete Immunabwehr. Sie sorgen dafür, dass der Körper bei einem erneuten Kontakt mit einem Krankheitserreger schneller und stärker reagieren kann. Dies bildet die biologische Grundlage für das immunologische Gedächtnis, auf dem Impfungen basieren.
Obwohl die klonale Expansion ein normaler und wichtiger Bestandteil der Immunantwort ist, kann sie auch krankhaft werden. Wenn eine einzelne Immunzelle unkontrolliert und ohne adäquaten Reiz zu wachsen beginnt, kann dies zur Entstehung eines malignen Klons führen.
Bei sogenannten monoklonalen Erkrankungen geht eine Erkrankung auf einen einzigen entarteten Immunzellklon zurück. Wichtige Beispiele sind:
Bei der MGUS findet sich ein monoklonaler Immunzellklon im Blut oder Knochenmark, ohne dass zunächst eine behandlungsbedürftige Erkrankung vorliegt. Dieser Zustand kann jedoch im Verlauf in ein Multiples Myelom oder andere lymphatische Neoplasien übergehen und bedarf daher regelmäßiger Kontrolle.
Die Erkennung und Charakterisierung eines Immunzellklons erfolgt mit verschiedenen diagnostischen Methoden:
Das Verständnis von Immunzellklonen hat große therapeutische Bedeutung. So machen sich moderne Therapien das Prinzip der klonalen Expansion gezielt zunutze:
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