Impact-Training: Wirkung, Vorteile & Tipps
Impact-Training bezeichnet eine Trainingsform mit Aufprallbelastungen, die Knochen, Muskeln und Gelenke stärkt. Es verbessert Knochendichte, Kraft und Koordination.
Wissenswertes über "Impact-Training"
Impact-Training bezeichnet eine Trainingsform mit Aufprallbelastungen, die Knochen, Muskeln und Gelenke stärkt. Es verbessert Knochendichte, Kraft und Koordination.
Was ist Impact-Training?
Impact-Training (auch: Impacttraining) bezeichnet Trainingsformen, bei denen der Körper wiederholten Aufprallbelastungen ausgesetzt wird. Typische Beispiele sind Laufen, Springen, Seilspringen oder plyometrische Übungen. Diese mechanischen Reize stimulieren den Knochen- und Muskelaufbau und gelten als wichtiger Bestandteil eines ganzheitlichen Fitness- und Präventionsprogramms.
Wirkmechanismus
Bei Impact-Training wirken Druck- und Scherkräfte auf den Bewegungsapparat. Diese mechanischen Belastungen aktivieren spezialisierte Knochenzellen, sogenannte Osteoblasten, die für die Knochenneubildung verantwortlich sind. Gleichzeitig werden Muskeln, Sehnen und Bänder gestärkt, was die Gesamtstabilität des Bewegungsapparats verbessert.
- Aktivierung von Osteoblasten zur Knochendichteerhöhung
- Stärkung der Muskulatur und Stabilisatoren
- Verbesserung der neuromuskulaeren Koordination
- Anregung der Kollagensynthese in Sehnen und Bändern
Formen des Impact-Trainings
Low-Impact-Training
Low-Impact-Training umfasst Bewegungsformen, bei denen stets ein Fuß den Boden berührt oder die Belastungsintensität gering gehalten wird. Typische Beispiele sind Walken, Schwimmen, Radfahren oder Aqua-Fitness. Diese Form ist besonders geeignet für Einsteiger, ältere Personen sowie Menschen mit Gelenk- oder Knochenproblemen.
High-Impact-Training
High-Impact-Training beinhaltet Aktivitäten mit intensiven Aufprallbelastungen, bei denen beide Füße kurzzeitig den Boden verlassen, wie Laufen, Aerobic, Sprints oder Sprungtraining. Diese Form setzt verhältnismäßig höhere Belastungen auf Gelenke, Knochen und Muskeln frei und ist besonders effektiv zur Steigerung der Knochendichte.
Plyometrisches Training
Plyometrisches Training ist eine spezielle Form des High-Impact-Trainings, die auf explosiven Bewegungen wie Kasténspringen, Tiefensprüngen (Drop-Jumps) oder Weitspringen basiert. Es verbessert die Schnellkraft und wird häufig im Leistungssport eingesetzt.
Gesundheitliche Vorteile
- Knochendichte: Regelmäßiges Impact-Training erhöht nachweislich die Knochenmineraldichte und beugt Osteoporose vor.
- Muskelkraft: Aufprallbelastungen aktivieren große Muskelgruppen und fördern den Muskelaufbau.
- Herzkreislauf-Gesundheit: Besonders High-Impact-Formen verbessern die kardiovaskuläre Fitness.
- Koordination und Balance: Impact-Training schult das Gleichgewicht und die propriozeptive Wahrnehmung.
- Gewichtsmanagement: Hoher Kalorienverbrauch unterstützt die Gewichtskontrolle.
Risiken und Kontraindikationen
Trotz der vielfältigen Vorteile birgt Impact-Training, insbesondere in der High-Impact-Variante, ein erhöhtes Verletzungsrisiko für Gelenke, Bänder und Knochen. Folgende Personengruppen sollten vor Aufnahme eines Impact-Trainings ärztlichen Rat einholen:
- Personen mit bestehenden Gelenk- oder Knochenerkrankungen (z.B. Arthrose, Osteoporose)
- Menschen nach Verletzungen oder Operationen am Bewegungsapparat
- Schwangere und Frauen im Wochenbett
- Stark übergewichtige Personen
- Ältere Menschen ohne Trainingserfahrung
Empfehlungen für den Einstieg
Anfänger sollten mit Low-Impact-Formen beginnen und die Intensität schrittweise steigern. Eine korrekte Technik, geeignetes Schuhwerk sowie ausreichende Erholungsphasen sind essenziell, um Überlastungsschäden zu vermeiden. Eine professionelle Trainingsbegleitung, zum Beispiel durch einen zertifizierten Sporttherapeuten oder Fitnesstrainer, wird empfohlen.
Quellen
- Kohrt, W.M. et al. (2004): Physical Activity and Bone Health. Medicine & Science in Sports & Exercise, 36(11), 1985-1996.
- Weltgesundheitsorganisation (WHO): Global recommendations on physical activity for health. Genf, 2010.
- Beck, B.R. & Snow, C.M. (2003): Bone health across the lifespan -- exercising our options. Exercise and Sport Sciences Reviews, 31(3), 117-122.
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