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Die Implantologie ist ein Fachgebiet der Zahnmedizin, das sich mit dem Einsetzen künstlicher Zahnwurzeln (Implantate) befasst.
Die Implantologie ist ein Fachgebiet der Zahnmedizin, das sich mit dem Einsetzen künstlicher Zahnwurzeln (Implantate) befasst.
Die Implantologie ist ein spezialisiertes Teilgebiet der Zahnmedizin und Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie. Sie beschäftigt sich mit der Planung, dem Einsetzen und der Nachsorge von Zahnimplantaten – also künstlichen Zahnwurzeln, die operativ in den Kieferknochen eingesetzt werden. Ziel ist es, verlorene Zähne dauerhaft und funktionell zu ersetzen, ohne gesunde Nachbarzähne zu beeinträchtigen.
Ein Zahnimplantat kann in verschiedenen klinischen Situationen eingesetzt werden:
Ein Zahnimplantat besteht in der Regel aus drei Teilen:
Das Implantat verwächst durch einen biologischen Prozess namens Osseointegration fest mit dem Kieferknochen. Dabei wächst der Knochen direkt an die Oberfläche des Implantats heran, was eine stabile und dauerhafte Verankerung ermöglicht.
Vor dem Eingriff erfolgt eine gründliche Untersuchung des Kiefers, häufig mithilfe eines digitalen Volumentomographen (DVT) oder eines Orthopantomogramms (OPG). Dabei werden Knochenhöhe, Knochenbreite sowie die Lage von Nerven und Blutgefäßen beurteilt.
Das Einsetzen des Implantats erfolgt in der Regel in lokaler Betäubung. Der Zahnarzt oder Oralchirurg bohrt eine Kavität in den Kieferknochen und setzt das Implantat ein. Der Eingriff dauert je nach Anzahl der Implantate meist zwischen 30 und 90 Minuten.
Nach dem Einsetzen des Implantats beginnt die Osseointegration. Diese Einheilphase dauert in der Regel zwei bis sechs Monate, abhängig von Knochenqualität und allgemeinem Gesundheitszustand des Patienten.
Nach erfolgreicher Einheilung wird das Abutment befestigt und die endgültige Zahnkrone oder Prothese eingesetzt.
Steht nicht genügend Knochenvolumen zur Verfügung, kann vor oder gleichzeitig mit der Implantation ein Knochenaufbau (Augmentation) durchgeführt werden. Dabei werden Eigenknochen, Knochenersatzmaterialien oder Membranen verwendet, um ausreichend Knochenvolumen für eine stabile Implantatverankerung zu schaffen. Zu den gängigen Verfahren zählen das Sinuslift-Verfahren im Oberkiefer sowie die gesteuerte Knochenregeneration (GBR).
Die Implantologie gilt als sicheres und gut etabliertes Verfahren. Dennoch können folgende Komplikationen auftreten:
Nicht jeder Patient ist für Zahnimplantate geeignet. Folgende Faktoren können gegen eine Implantation sprechen:
Zahnimplantate sind eine der erfolgreichsten Behandlungsmethoden in der modernen Zahnmedizin. Bei geeigneter Patientenauswahl und guter Mundhygiene liegen die Zehn-Jahres-Erfolgsraten bei über 90–95 %. Regelmäßige Nachsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt sind entscheidend für den langfristigen Erhalt der Implantate.
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