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Inotropie beschreibt die Kontraktionskraft des Herzmuskels. Eine gesteigerte oder verminderte Inotropie beeinflusst die Herzleistung und ist klinisch bei Herzinsuffizienz relevant.
Inotropie beschreibt die Kontraktionskraft des Herzmuskels. Eine gesteigerte oder verminderte Inotropie beeinflusst die Herzleistung und ist klinisch bei Herzinsuffizienz relevant.
Inotropie bezeichnet in der Medizin die Kontraktilität des Herzmuskels, also die Fähigkeit des Herzens, sich mit einer bestimmten Kraft zusammenzuziehen. Der Begriff leitet sich vom griechischen Wort inos (Muskel) und tropos (Richtung, Eigenschaft) ab. Die Inotropie ist ein zentraler Parameter der Herzfunktion und bestimmt maßgeblich, wie viel Blut das Herz pro Schlag in den Kreislauf pumpen kann.
Man unterscheidet zwischen positiver und negativer Inotropie:
Die Kontraktionskraft des Herzens haengt eng mit dem intrazellulären Kalziumspiegel in den Herzmuskelzellen (Kardiomyozyten) zusammen. Kalzium aktiviert das kontraktile Protein Troponin C, das die Wechselwirkung zwischen Aktin und Myosin – den Strukturen, die die Muskelkontraktion erzeugen – ermoeglicht.
Die Inotropie spielt eine entscheidende Rolle bei verschiedenen Herzerkrankungen und deren Behandlung:
Bei der Herzinsuffizienz ist die Kontraktionskraft des Herzens pathologisch vermindert. Das Herz kann den Koerper nicht mehr ausreichend mit Blut und Sauerstoff versorgen. In akuten Situationen werden positiv inotrope Medikamente eingesetzt, um die Herzleistung kurzfristig zu steigern.
Beim kardiogenen Schock versagt das Herz als Pumpe, oft infolge eines Herzinfarkts. Hier ist die intensivmedizinische Gabe von Inotropika lebensrettend.
In der Intensivmedizin werden positiv inotrope Substanzen wie Dobutamin, Dopamin, Adrenalin oder Levosimendan eingesetzt, um die Herzfunktion zu stabilisieren. Diese Medikamente erhoehen die Kontraktionskraft und verbessern so die Durchblutung lebenswichtiger Organe.
Inotropie ist ein Teil eines groesseren Konzepts zur Beschreibung der Herzfunktion. Verwandte Begriffe sind:
Die Inotropie laesst sich nicht direkt im klinischen Alltag messen. Als Surrogat-Parameter werden haufig verwendet:
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